Full text: Die Eisenindustrie in Südrußland

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sie sich in einem ständigen, wenn auch langsamen Wachstum. Wie 
unbedeutend in der Tat das Wachstum der Produktion und wie groß 
die Produktiousfähiglceit der vorhandenen Werke ist, zeigen uns 
die Tatsachen, daß, obwohl die Zahl der Werke in dieser Zeit nicht 
zugenommen hat, die Produktion der Werke nur durchschnittlich 
60°/ 0 ihrer Produktionsfähigkeit darstellt. Weiter ist festzustellen, 
daß dieses Wachstum sich hauptsächlich auf Kosten der anderen 
Bezirke vollzieht, sodaß die relative Bedeutung Südrußlands immer 
zunimmt. Endlich nimmt die Produktion der Marktsorten im Süden 
einen immer größeren Kaum ein. Interessant ist, den Vergleich in 
dieser Hinsicht zwischen dem Süden und dem Ural für die letzten 
zwei Jahrzehnte aufzustellen 1 . 
Süden 
Ural 
Jahr 
Gesamtpro 
dukt. v. fertig. 
Fabrikaten 
Markt 
sorten 
°/o der 
Gesamt 
produkt. 
Gesamtpro 
dukt. v. fertig. 
Fabrikaten 
Markt 
sorten 
°/o der 
Gesamt 
produkt. 
1894 
14661 
4724 
32,2 
20901 
18 202 
87,1 
1898 
36 564 
13 568 
37,1 
26509 
21856 
82.4 
1903 
62 604 
37074 
59,2 
27460 
23127 
84,2 
1908 
75477 
49485 
65,6 
28 797 
24382 
84,7 
Die Produktion der Marktsorten hat sich also im Süden im 
Verhältnis zu den Staatsbestellungen seit dem Jahre 1894 etwa 
verdoppelt. 
2. Die Elemente der Produktion. 
Bevor wir die Analyse der Produktionsverhältnisse im ganzen 
machen, wollen wir die drei wichtigsten Elemente der Produktion, 
.Rohstoffe, Arbeitskräfte und technischen Betrieb, betrachten. 
a) Kohstoffe. 
Eisenerze. — Die südrussische Eisenindustrie konsumiert ein 
bedeutendes Quantum von verschiedenen Eisenerzen, hauptsächlich 
Roteisenstein und Brauneisenstein. 
Der wichtigste Fundort ist, wie wir schon erwähnt haben, Krivoj- 
Rog. Die Konsumtion der Kriovoj-Rog-Eisenerze machte durch 
schnittlich 90°/ 0 des gesamten Verbrauchs aus 1 2 . Dies Gebiet er 
streckt sich an beiden Ufern des Flusses Saksagan über eine Länge 
von etwa 90 Werst. Die Eisenerzlager befinden sich in den Quarzit- 
1 Die Ziffern sind mir von dem Herrn Vorsitzenden des Syndikats „Krowlja“- 
Formakowski mitgeteilt. 
2 Im Jahre 1909 betrug sie 171000000 Pud.
	        
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