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deutend ab. Nacli der Krisis des Jahres 1901 sinkt daun die Zahl
der Ausländer nicht nur relativ, sondern auch absolut, was mit der
Lohnverminderuug und dem Stillstand in der Eisenindustrie zusammenhäugt,
sodaß gegenwärtig der Prozentsatz ausländischer Arbeiter durchschnittlich
2—3 °/ 0 der Gesamtzahl nicht überschreitet.
Im Jahre 1908 waren in den südrussischen Eisenwerken, einschließlich
der reinen Walzwerke 53564 Arbeiter beschäftigt. Davon
waren beschäftigt bei:
Hochöfen
6 941
Halbzeugproduktion . . .
5070
Walzung
12 754
Formgußproduktion .
7581
Hilfsarbeiter
9880
Andere Produktionszweige
8837
Unter dem technischen und Aufsichtspersonal war der Prozentsatz
der Ausländer früher ganz enorm. Die russischen Kräfte bildeten
hier anfangs nur eine unbedeutende Minderheit. Ohno den ausländischen
„contremaitre -1 (mittleren Techniker), sagt Tieme, kann
kein Eisenwerk, einerlei ob russisches oder ausländisches, existieren'.
Auch die russischen Ingenieure konnten damals den ausländischen
keine ernste Konkurrenz machen; es fehlten den meisten, nach Auffassung
Tiemes, die nötigen praktischen Kenntnisse. Außerdem
waren die meisten Werke von Ausländern gegründet, und natürlich
schenkten sie ihr Vertrauen bei der Gründung und der Leitung der
Werke ihren Landsleuten. Die Gehälter waren sehr hoch und sie
lockten die Ausländer, insbesondere am Ende der 80er und am
Anfang der 90 er Jahre, da in Belgien damals ein großer Stillstand
in der Eisenindustrie stattfand, nach Südrußland. Aber auch in
diesen Kreisen ist nach der Krisis eine Gegenbewegung zu bemerken;
hier spielte auch die Verminderung der Gehälter die Hauptrolle;
die Bewegung ist aber bei weitem nicht so bedeutend wie in den
Arbeiterkreisen.
Für die Bedeutung der Arbeitskräfte für die Produktion kommen
zwei Fragen in Betracht: wieviel die Arbeitskraft kostet und wieviel
sie leistet. Selbstverständlich steht beides im engsten Zusammenhang.
Zunächst betrachten wir die erste, den Arbeitslohn.
Die Löhne der Bergarbeiter 1 2 sind hier allgemein sehr niedrig.
Der monatliche Verdienst eines erwachsenen Arbeiters beträgt im
Winter 14—18 Rbl., im Sommer 18—26 Rbl. Die ledigen Arbeiter
leben und beköstigen sich in Artellen, die verheirateten beköstigen
1 Tieme, a. a. 0., Gorn. Journ. 1897, S. 16.
2 Wir ziehen hier und später auch die Grubenarbeiter in Betracht, da viele
Eisenwerke eigene Gruben haben und eine Menge von Bergarbeitern beschäftigen.