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Augsburger Kaufherrn Philipp Adler um 671 % fl an ihn über 1 ). 
In Augsburg selbst bewohnte Hans Paumgartner ein statt 
liches Haus in der Annastrasse, das er 1492/93 von Franz 
Riglers Erben erstanden hatte 2 ). — 
In dem glänzenden Leben der Reichsstadt, die Kaiser 
Maximilians Lieblingsaufenthalt war, spielte unser Kaufherr 
gewiss eine grosse Rolle. Gerade die Unternehmungslust und 
der Wagemut ihrer Bürger hatte ja die Stadt auf die Höhe 
geführt, so dass man in aller Welt ihren Reichtum und ihre 
Pracht rühmte. An der Leitung des Gemeinwesens und an den 
Regierungsgeschäften beteiligte sich Hans Paumgartner eben 
sowenig wie Jacob Fugger. Wie dieser, gehörte er nur als 
Zwölfer der Kaufmannszunft dem grossen Rate an 3 ). Sein Einfluss 
auf die städtischen Geschäfte war aber deswegen doch nicht 
gering. Nicht selten übertrug man dem beim Kaiser hoch- 
geschätzten Kaufherrn wichtige Missionen. Im Jahre 1506 ging er 
an den kaiserlichen Hof, um Maximilian beim Tode Philipps von 
Kastilien (f 25. September 1506) das Beileid der Stadt aus 
zudrücken 4 ). Ebenso wurde er mit Jörg Langenmantel und Jörg 
Vetter als Vertreter der Stadt im Jahre 1508 zur „Besingnis“ 
Herzog Albrechts geschickt 5 ). Wiederholt weilte er zusammen 
mit Konrad Peutinger bei Maximilian, um mit diesem über 
städtische Angelegenheiten zu verhandeln, so besonders im 
Jahre 1513, um für die Aufhebung der Strassensperre nach 
Venedig zu wirken, die den Handel und Verkehr mit dieser 
Stadt fast zum Stillstand gebracht hatte 6 ). 
Die gesellschaftliche Stellung Paumgartners in Augsburg 
war durch die mannigfach angeknüpften Familien Verbindungen 
eine glänzende geworden. Man hat nicht mit Unrecht von 
einer Heiratspolitik gesprochen, die von den reichen Kaufherrn 
befolgt wurde. Vermögen sollte zu Vermögen kommen, das 
1 ) München, Reichsarchiv: Familienkodex f. 6b, 10 a. 
2 ) Steuerbuch 1492 fol. 28 c u. 1493 fol. 30 d. Das Haus stand 
an der Stelle, wo sich jetzt die Geschäftsräume der Firma Lotzbeck & Co. 
befinden (Annastrasse D 225). 
а ) Augsburg, Stadtarchiv: im Zunftbuch der Kaufleute ist er von 
1505 bis 1516 als Zwölfer genannt. 
*) Augsburg, Stadtarchiv: Baumeisterbuch 1506. 
б ) Ebenda: 1508 S. 34 und Litteraliensammlung 23. Januar 1508. 
8 ) Ebenda: Baumeisterbuch 1513 an mehreren Stellen, z. B. 
S. 37 u. Lit. S. 18. 24. 26. Juli 1513.
	        
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