Full text : "Wohin weiter"

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Ungarn  aus!  In  den  Jahren  1902—1911  war  dort  der  Ertrag  an
Weizen  pro  Hektar  nur  n'2  q  gegen  i2'i  q  in  den  Jahren  1892—1901.
Das  Ackerbauministerium  in  Deutschland  hat  riesige  Erfolge  im
Fortschritte  zu  verzeichnen,  das  österreichische  wird  durch  den  Vergleich ­
  der  statistischen  Daten  geradezu  demütigend  geschlagen.
Für  die  Hebung  der  Städte  wäre  eine  auf  breiter  Basis  mit  Zuziehung ­
  von  fremden  Kapitalien  zu  gründende  Aktion  für  die  Errichtung ­
  von  Baulichkeiten  zur  Unterbringung  der  ärarischen  Ämter
und  Schulen  dringend  einzuleiten.
Mit  den  heute  gezahlten  Zinsgeldern  wäre  eine  Amortisation  des
Baukapitals  möglich  und  eine  solche  Ausgabe  würde  das  aktive  Vermögen ­
  des  Staates  vergrößern.  Eine  seit  Jahren  vom  Parlament  verlangte ­
  rationelle  Investition.

V.  Schlußwort.
Das  Resultat  des  Grundsatzes  „Kraft  vor  Recht“  hat  die  kolossalen
Rüstungen  aller  Staaten  in  Europa  hervorgerufen,  die  Lasten  des
Militarismus  sind  schon  in  das  Mark  aller  Völker  eingedrungen.  Am
meisten  leiden  darunter  die  ökonomisch  schwachen  Staaten,  zu  welchen ­
  leider  unser  Staat  gehört.  Weniger  leidet  darunter  Deutschland,
wo  die  modernen,  billigen  Transportmittel  zu  Wasser  das  Aufblühen
der  Industrie,  des  Handels  und  des  Ackerbaues  hervorgerufen  haben
und  wo  vom  Auslande  große  Geldsummen  in  das  Reich  einströmen.
Das  reichste  Land,  Frankreich,  ist  schon  an  der  Grenze  seiner  Aufopferung ­
  angelangt,  ein  Beweis  hiefür  ist  die  letzte  Anleihe  für  die
Rüstungen  und  die  im  Jahre  1914  bewilligten  1400  Millionen  Francs
Militärbudgetausgaben.
Das  ökonomisch  starke  Rußland  mit  dem  Überschuß  an  Boden
und  den  natürlichen  Wasserstraßen  hat  die  Bedingungen  für  das  Aufblühen ­
  der  Industrie  und  des  Handels,  kann  am  leichtesten  das  Jahrespräliminare ­
  für  das  Militär  von  einer  Milliarde  Rubeln  ertragen  und
wird  noch  lange  Europa  zu  weiteren  Militärlasten  drängen.  Rußland
hat  auch  relativ  die  kleinsten  Staatsschulden,  pro  Einwohner  200  Francs,
während  in  Deutschland  373  Francs  und  in  Österreich  385  Francs
entfallen.  Es  hat  somit  die  kleinsten  Lasten  zu  tragen.  So  leben
wir  in  der  Mitte  dieses  harten  Ringens,  des  ruinierenden  Wettbewerbes
der  Völker.  Die  übertriebenen  Lasten  müssen  die  allgemeine  Verarmung ­
  und  Unzufriedenheit  zur  Folge  haben  und  diese  führt  zum
            
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