Full text : Die Genussscheine nach schweizerischem Recht

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keinen  Anteil  am  Liquidationserlös  haben  —  dann  fällt
jenes  Argument  von  selbst  dahin  —  oder  ablösbar  sind.
Abschreibungen,  welche  nicht  durch  wirtschaftliche  oder
andere  Umstände  gefordert  werden,  sich  nicht  durch  wirkliche ­
  Wertverminderungen  ihrer  Objekte  rechtfertigen
lassen 1 ),  können  von  den  Genussscheininhabern  so  gut  wie
von  den  Aktionären  angefochten  werden,  ganz  besonders
wenn  diese  Abschreibungen  in  der  Absicht  vorgenommen
werden,  die  Genussscheininhaber  zu  schädigen.  Durch  die
Abschreibungen  wird  theoretisch  wenigstens  das  Gesellschaftsvermögen ­
  nicht  vergrössert,  sondern  nur  in  seiner
Integrität  erhalten,  während  die  Reservefonds  immer  eine
Vermehrung  des  Gesellschaftskapitals  darstellen 2 ).  Obgleich
das  schAveizerische  OR  eine  gesetzliche  Reserve  nicht  kennt,
—  zumeist  ist  aber  eine  solche  in  den  Statuten  festgesetzt  —
so  dürfen  neben  dieser  statutarischen  Reserve  von  Gesetzes-Avegen
  auch  andere  ReserAmstellungen  vorgenommen  Averden,
sofern  die  Sicherstellung  des  Unternehmens  solches  erfordert, ­
  und  ZAvar  vor  jeder  GeAvinnverteilung;  eine  direkte
Notlage  oder  Gefährdung  der  Gesellschaft  ist  nicht  notwendig ­
  ;  es  genügt,  dass  die  Anlegung  einer  solchen  Reserve
vom  Standpunkte  einer  vorsichtigen  Geschäftsleitung  als
geboten  erscheint,  es  muss  in  irgendeinem  Punkte  eine
‘)  Trib.  Civ.  Seine,  20  dec.  1894.  II  ne  peut  appartenir  ni  au
conseil  d’administration  ni  aux  assemblees  generales  d’une  societe
de  röduire  soit  directement  soit  indirectement  les  aA'antages  consentis
  par  le  pacte  social  aux  porteurs  de  parts  de  fondateur  et  notamment
  de  constituer  un  fonds  d’amortissement  ne  s’appliquant  point  ä
la  reserve  statutaire  ou  ä  la  depröciation  du  materiel,  d’amortir
des  mines  ou  concessions  dont  la  valeur  s’accroit  au  contraire  par
le  fait  de  l’exploitation,  de  pratiquer  enfin  l’amortissement  des
constructions  ou  de  l’outillage  de  maniere  ä  les  döprecier  au  delä
de  leur  raoins-value.
La  societö  est  tenue  de  repartir  entre  les  porteurs  de  parts
les  tantiemes  de  bönöfices  auxquels  ils  sont  en  droit  de  pretendre
sur  les  sommes  ainsi  deduites  des  benöfkes  distribuables.  Ann.  d.  dr.
com.  1895,  61.
2 )  EB  28  -  488.
            
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