83
und haben wie diese eine rasche Verbreitung gefunden ').
Sie finden zuerst eine weitgehende Verwendung bei den
grossen Eisenbahngesellschaften 2 ), deren gesamte Anlagen
und alles Betriebsmaterial nach Ablauf der Konzessions
dauer dem Staate anheimfällt. Dieses System ist besonders
in Frankreich und Österreich durchgeführt. Indessen sind
Genussaktien auch bei andern Gesellschaften zur Ver
wendung gelangt, besonders bei jenen Unternehmungen,
wo nach Ablauf einer bestimmten Zeit die Hauptbestand
teile des Betriebskapitals aufgezehrt sein we’rden, sei es
durch den normalen Gang des industriellen Betriebes, oder
weil die Aktiven der Gesellschaft aus zeitlich beschränkten
Rechten bestehen, z. B. Konzessionen, Patente 3 ) etc. Wenn
die Konzessionen etc. erloschen sind, finden die Aktionäre
statt ihrer Einlage, die sie nun zurückfordern, nichts als
leere Kassen und einige wertlose Installationen, wenn nicht
eine vorsichtige und weitblickende Verwaltung Vorsorge
getroffen hat, um den nach und nach sich ergebenden Aus
fall des Grundkapitals zu decken, indem sie im gleichen
Verhältnisse, wie dieses entwertet wird, Reserven sammelte,
ä la compagnie par le gouvernement, sera employe ä l’acquittement
d’une prime de fr. 250 qui sera payö ä chacune de ces actions au
moment de leur remboursement et le surplus augmentera le fonds
d’amortissement.
Art. 16. Le remboursement de la totalite des actions de l’em-
prunt sera complete au plus tard dans kannte 1851.
Art. 18. Le remboursement des actions de l’emprunt complete-
ment effectue, l’excödent de fonds, s’il y en a, sera röparti par un
dividende aux actions de jouissance. Valöry, Rev. gen. 1907, 486.
’) Das bezeugt schön der Vorschlag von J. Godard in der
französischen Kammer, dessen Projekt einer sozialen und steuer
rechtlichen Reform auf dem System der Genussaktien basiert.
Ann. d. dr. com. 1909, 343.
2 ) In der heutigen Form finden wir zuerst Genussaktien bei
der Compagnie de chemins de fer de Paris ä Rouen, 1840, und bei
der Compagnie du chemin de fer ä Orleans, 1841. Valery, 1. c., 491.
3 ) Pliquet, 6 und 7; Valöry, Rev. gen. 1906, 140; Lehmann,
RdAG 2 142.