Full text: Die Genussscheine nach schweizerischem Recht

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und haben wie diese eine rasche Verbreitung gefunden '). 
Sie finden zuerst eine weitgehende Verwendung bei den 
grossen Eisenbahngesellschaften 2 ), deren gesamte Anlagen 
und alles Betriebsmaterial nach Ablauf der Konzessions 
dauer dem Staate anheimfällt. Dieses System ist besonders 
in Frankreich und Österreich durchgeführt. Indessen sind 
Genussaktien auch bei andern Gesellschaften zur Ver 
wendung gelangt, besonders bei jenen Unternehmungen, 
wo nach Ablauf einer bestimmten Zeit die Hauptbestand 
teile des Betriebskapitals aufgezehrt sein we’rden, sei es 
durch den normalen Gang des industriellen Betriebes, oder 
weil die Aktiven der Gesellschaft aus zeitlich beschränkten 
Rechten bestehen, z. B. Konzessionen, Patente 3 ) etc. Wenn 
die Konzessionen etc. erloschen sind, finden die Aktionäre 
statt ihrer Einlage, die sie nun zurückfordern, nichts als 
leere Kassen und einige wertlose Installationen, wenn nicht 
eine vorsichtige und weitblickende Verwaltung Vorsorge 
getroffen hat, um den nach und nach sich ergebenden Aus 
fall des Grundkapitals zu decken, indem sie im gleichen 
Verhältnisse, wie dieses entwertet wird, Reserven sammelte, 
ä la compagnie par le gouvernement, sera employe ä l’acquittement 
d’une prime de fr. 250 qui sera payö ä chacune de ces actions au 
moment de leur remboursement et le surplus augmentera le fonds 
d’amortissement. 
Art. 16. Le remboursement de la totalite des actions de l’em- 
prunt sera complete au plus tard dans kannte 1851. 
Art. 18. Le remboursement des actions de l’emprunt complete- 
ment effectue, l’excödent de fonds, s’il y en a, sera röparti par un 
dividende aux actions de jouissance. Valöry, Rev. gen. 1907, 486. 
’) Das bezeugt schön der Vorschlag von J. Godard in der 
französischen Kammer, dessen Projekt einer sozialen und steuer 
rechtlichen Reform auf dem System der Genussaktien basiert. 
Ann. d. dr. com. 1909, 343. 
2 ) In der heutigen Form finden wir zuerst Genussaktien bei 
der Compagnie de chemins de fer de Paris ä Rouen, 1840, und bei 
der Compagnie du chemin de fer ä Orleans, 1841. Valery, 1. c., 491. 
3 ) Pliquet, 6 und 7; Valöry, Rev. gen. 1906, 140; Lehmann, 
RdAG 2 142.
	        
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