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Amerika. Rußland und Rumänien liefern den
Weizen, Frankreich, Italien und Spanien Wein,
die Nachbarländer, mit Frankreich an der Spitze,
das Schlachtvieh. Den Zuckerbedarf deckt Öster
reich mehr als zur Hälfte. Der Kaffee stammt
vorwiegend aus Brasilien und Zentralamerika,
Reis aus Italien und Britisch Indien, Speiseöl
aus Südfrankreich.
Rohstoffe Die Rohstoffe machen mehr als Vs der Ein
fuhr aus. Deutschland liefert uns Kohle und Eisen,
China, Japan, Italien und Frankreich die Rohseide;
die Baumwolle stammt zu gleichen Teilen aus Egyp
ten und den Südstaaten der Union, die Wolle
aus Australien. Holz wird aus Österreich, Petrol
aus der Union und aus Österreich zugeführt.
Fabrikate An der Einfuhr fremder Fabrikate ist Deutsch
land in hohem Maße beteiligt. Von der Gesamt
einfuhr an Industrie-Erzeugnissen (1909) im Wert
von 543 Mill. Fr. macht der deutsche Anteil 295
Mill. Fr. aus. Darin nehmen Maschinen, Eisen-
waren und Textilwaren die erste Stelle ein. Ähn
lich ist das Verhältnis bei der Einfuhr aus Frank
reich, deren Betrag allerdings nur 1 / i der deut
schen ausmacht. Die Einfuhr an Fabrikaten aus
England besteht vorwiegend aus Woll- und Baum
wollstoffen.
kidsasländer A b s« tz l ä II d e r. In den Ausfuhrziffern der
Schweiz tritt klar die hohe Bedeutung der Indu
strie zutage, machen doch die Fabrikate 3 / 4 des
gesamten Exportwertes aus. Als beste Abnehmer
der schweizerischen Fabrikate nehmen England und
Deutschland mit je 153 Mill. Fr. zahlenmäßig
den gleichen Rang ein; die Vereinigten Staaten fol
gen mit 131 Mill. Fr. Vom Export schweizerischer
Fabrikate war im einzelnen im Abschnitt iiber dis
Industrie die Rede (Seite 76).