Full text: Die Schweiz

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neben dem Brenner in den Ostalpen und dem Mont 
Cenis in den Westalpen dem Personenverkehr und 
Güteraustausch zwischen Nord-- und Südeuropa 
einen Weg mitten durch die Schweiz. Mit 1884 
brachte die Arlbergbahn eine Verbindung der 
Schweiz mit dem Herzen der österreichischen Mo 
narchie durch die Täler der Ostalpen hindurch. 190ö 
erhielt die Schweiz in der Simplonlinie die zweite 
Zufahrt nach Italien. Gemäß der großen Volks 
abstimmung 1898 sind die wichtigsten Linien des 
schweizerischen Eisenbahnnetzes an der Jahrhundert 
wende aus den Händen der Pritvatgeiellschaften 
an den Bund übergegangen und tragen nunmehr 
den Namen „Schweizerische Bundesbahnen". 
Das Eisenbahnkreuz Genf-Bodensee und Basel 
soder Schafshaufen)-Gotthard-Chiasso bildet die 
Grundlage des schweizerischen Netzes; die erste Linie 
entspricht der Längsrichtung des Landes; die Gott 
hardbahn ist der Hauptstrang quer hindurch. Dazu 
gesellen sich einige andere Strecken, die als Teil 
stücke durchgehender Linien einen starken Verkehr 
zu bewältigen haben. 
1. Genf-Boden see. Genf sammelt als süd 
westliches Eingangstor der Schweiz den Verkehr 
von Spanien und dem südlichen Frankreich her. 
Die Hauptlinie des Mittellandes zieht von Genf 
über Lausanne, Freiburg, Bern, Olten, Aarau, 
Brugg, Zürich und Winterthur nach Rvmanshorn 
oder nach St. Gallen-Rorschach und leitet nordost- 
wärts zu den Donauländern über. Ein zweiter 
Hauptarm geht von Lausanne durch die Senke am 
Jurafuße über Neuenburg, Biel und Solothurn 
nach Olten. Diese Strecke liegt tiefer als die Linie 
über Bern und wird besonders für den Güter 
verkehr bevorzugt. Die parallel laufende Broye- 
talbahn übernimnit in neuerer Zeit einen Teil der 
Güterzüge, um die Hauptlinien zu entlasten. 
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