Full text: Die Schweiz

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licht eine wohlige, sommerliche Wärme herrscht, wäh 
rend gleichzeitig im Schatten das Thermometer bei 
0° stehen kann. 
Der Winter ist die hellste Jahreszeit im Gebirge. 
Wochenlang wölbt sich ein strahlender, blauer Himmel 
über der Schneelandschast, und die ununterbrochene 
Reihe sonniger Tage läßt vergessen, daß in der Tiefe 
die kalten grauen Nebel liegen. 
Die Vorzüge des Höhenklimas, die immer mehr Mnt«- 
anerkannte Schönheit des Gebirges im Winter und 
die mannigfaltige Gelegenheit zur Ausübung des 
Schnee- und Eissportes führen zur Winterszeit 
Scharen von einheimischen und fremden Besuchern 
in die Berge. Außer den oben genannten Lungen 
kurorten haben sich noch viele andere Höhenorte 
zu bekannten Wintersportplätzen entwickelt; allen Wintersport 
voran steht St. Moritz; unter den übrigen sind 
zu nennen: Pvntresina, Andermatt, Engelberg, Rigi, 
Grindelwald, Wengen, Kandersteg, Adelboden, 
Zweisimmen, Chaüteau d'Oex, Les Avants, Caux: 
auf den sonnigen Rücken und Hochflächen des Jura 
u. a. Sie. Croix, Chaumont, Sonnenberg bei St. 
Inner und Weißenstein. Alle diese Plätze sind für 
Sommer- und Wintcrsaison eingerichtet. 
Es wird geschätzt, daß jedes Jahr annähernd ä^ l b iec 
500 000 Reisende die vom Fremdenverkehr bevor- ’ ‘ an c " 
sugtcn Gebiete der Schweiz besuchen. Die Deutschen 
sind mit 30 o/o am stärksten vertreten. Dann folgen 
die Schweizer selbst mit 20 o/o aller Reisenden, 
die Engländer mit 14 o/o und die Franzosen mit 
12 o/o. Die Engländer gelten als besonders seß 
hafte Gäste. Bis jetzt gaben sic auch den Winter 
sportplätzen ihr besonderes Gepräge; neuerdings 
überwiegt auch hier die Zahl der deutschen Besucher. 
Die Hochsaison fällt auf Juli und August. 
Der Juni wird zur Vorsaison gerechnet; seine un- 
beständige Witterung ist für das Reisen nicht gün-
	        
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