schen Industrie hat in jahre:
langer Arbeit schon verschiedene
Erfolge verzeichnet. So sind einheit:
liche Dimensionen nicht nur bei:
spielsweise für Schrauben, Nieten,
Profile und anderes, sondern auch
für verwickeltere Gebilde geschaffen
worden.
Die Rationalisierungsarbeiten, die
weiterhin von der Industrie schon
seit Jahren im Anschluß an das
Reichskuratorium für
Wirtschaftlichkeit durch
zahlreiche Körperschaften betrieben
werden, wurden bisher nur durch
Mittel der Privatindustrie gefördert
und unterhalten. Erst jetzt sind
öffentliche Mittel, und zwar unter
Zustimmung sämtlicher Parteien,
vor allem auch der Vertreter der
Arbeiterinteressen, in Form eines
größeren jährlichen Beitrags des
Reichs zur Verfügung gestellt wor:
den, um die dringenden Arbeiten
der Rationalisierung zu fundieren.
Die deutsche Industrie hält es für
ihre besondere Aufgabe, diese Ar:
beiten mit allen ihr zu Gebote
stehenden Kräften zu fördern. Es
muß energisch dafür gesorgt werden,
daß die vorliegenden Möglichkeiten
praktisch ausgewertet werden.
Ähnlich wie in den Vereinigten
Staaten sieht man eine erste Auf:
gabe in der Schaffung einer Reihe
von allgemeinen Lieferbedingungen,
da anzunehmen ist, daß sich diese
Vorstufe allgemeiner Normung am
leichtesten einführen und am ersten
positive Ergebnisse zeitigen wird.
Hand in Hand damit geht das Be:
streben, die Fertigung und die Ver:
waltung wirtschaftlicher zu ge:
stalten.
Um die technischen Verbesserun-
gen dort, wo sie unbedingt erforder:
lich erscheinen und Aussicht auf
Erfolg bieten, praktisch durchzu-
führen, sind allerdings neben der
bereits erwähnten Kapitalkraft drei
wichtige Voraussetzungen zu schafs
en: erstens die Fortentwicks
ung wissenschaftlichen
ınd praktischen Könnens,
zweitens die Ausbildung
:;ines hochwertigen ge:
verblichen Facharbeiter:
Nachwuchses und drittens die
Einstellung des Konsums
ıuf die neuen Formen der
zZüterherstellung,
Bezüglich der ersten Forderung
vertrauen wir auf die Arbeiten un:
;jerer Forscher. Die Industrie wird
ıach wie vor der wissenschaftlichen
'orschung jede mögliche materielle
Örderung zuteil werden lassen. Es
larf in dieser Hinsicht die enge Mit»
ırbeit mit der Notgemeinschaft der
leutschen Wissenschaft erwähnt
verden.
Die Notwendigkeit eines hoch:
vertigen gewerblichen Facharbeiter:
Nachwuchses ist heute ebenfalls all
jemein anerkannt, Während es im
\ugenblick gilt, aus dem Überange-
»ot an Arbeitern die geeigneten
iystematisch herauszusuchen und
‚erufsfachlich zu schulen, werden
lie nächsten Jahre voraussichtlich
jinen Mangel an Facharbeitern zei:
;jen. Ein haushälterisches Umgehen
nit der uns noch verbliebenen
wichtigsten Wirtschafts-Substanz,
ler Intelligenz und der Arbeitskraft
les Arbeiters, ist daher nötiger
lenn je. Diese sorgfältige Ökonomie
les Produktionsfaktors „Arbeit“
nuß in besserer Organisation der
3ewerbes oder Berufsschulen, in
;ründlicher Berufsberatung und in
iystematischer Ausbildung im Be:
rieb ihre Durchführung finden. Zur
:inheitlichen Bearbeitung dieser auf
ien verschiedensten Gebieten lie:
jenden Aufgaben haben der
deichsverband der Deutschen In:
Justrie, die Vereinigung der deut-
schen Arbeitgeberverbände und der
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