Full text : Die Schweiz

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«inheimischen  Arbeiter  verlassen  mehr  und  mehr  gewisse ­
  ihnen  nicht  zusagende  Gewerbe,  und  an  ihre
Stelle  treten  die  Zugewanderten.
Kein  anderes  Land  Europas  beherbergt  im  Verhältnis ­
  zur  einheimischen  Bevölkerung  so  viele  Ausländer ­
  wie  die  Schweiz;  erreichten  sie  doch  1910
die  Zahl  von  565  300.  1850  machten  sie  noch
3  o/o  der  Gesamtbevölkerung  aus,  gegenüber  15  o/g
nach  der  Zählung  von  1910.  Unter  den  Bewohnern
der  Städte  Basel  und  Zürich  ist  je  der  Dritte  ein
Ausländer;  ähnlich  liegen  die  Verhältnisse  in  Genf.
Diese  wachsende  Überflutung  erweckt  Bedenken,  da
die  Zugewanderten  meist  Bürger  des  Heimatstaates
bleiben.
Dem  Mißstand  kann  in  der  Zukunft  durch
die  Zwangseinbürgerung  gesteuert  werden;  die
Schweiz  würde  damit  nur  dem  Beispiel  anderer
Staaten  folgen,  die  nach  Gesetzesbestimmung  die
auf  ihrem  Gebiete  geborenen  Ausländer  als  Bürger
des  eigenen  Staatswesens  aufnehmen.  Zu  mehr  als
drei  Vierteln  sind  die  Ausländer  der  Schweiz  aus
den  Nachbarstaaten  eingewandert.  Sie  stehen  uns
nach  Abstammung  und  Sprache  so  nahe,  daß  sie  sich
ohne  große  Schwierigkeiten  in  unser  Volk  einfügen;
das  gilt  besonders  für  solche  Ausländer,  die  in  der
Schweiz  in  unserer  Sprache  und  Art  aufwachsen,
so  daß  man  sie  für  Einheimische  halten  könnte.
Sprache.  Auf  dem  Boden  der  Schweiz  stoßen
oie  großen  Gebiete  der  deutschen,  französischen  und
italienischen  Sprache  zusammen.  In  einzelnen  Tallchaften
  Graubündens  gesellt  sich  das  Rätoromanische ­
  als  vierte  Landessprache  hinzu.  Klima,  Gewässer, ­
  Verkehrswege,  Abstammung  der  Bewohner
und  nun  auch,  nicht  zum  mindesten,  die  Vielsprachig
keit  verleihen  der  Schweiz  den  Charakter  eines  Ubergangsgebietes. ­

Die  Grenze  zwischen  dem  deutschen  und  dem
französischen  Sprachgebiet  verläuft  von  Lützel  bei
            
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