In der Haltbarkeit genügt es in den meisten Fällen. Am Deckel
wird hierbei eine längere Rollöse hergestellt. Der Körper wird aus-
und eingebeult und an der Übergangsstelle durchbrochen. ı Durch
das Ganze wird ein Draht gesteckt, der beide Teile zusammen-
hält. Der Nachteil dieser Konstruktion ist der Blechverlust beim
Ausstanzen des Deckels und dann die häufig zu großen Öffnungen
für die Drahtdurchführung, so daß die Schachteln ständig ge-
lüftet werden. Auch ist die Montage etwas schwieriger als bei
den anderen Sorten.
Abb. 104. Abb. 105.
Abb. 104—106.
Scharniere an Blechemballagen.
Zu 2. Hier ist der Deckel, ähnlich
ausgeführt wie bei Konstruktion 1, nur
trägt er meist anstatt einer langen Öse
mehrere kurze. Der Körper ist selbst
Abb. 106 nur. durchstoßen, während die Gegen-
ösen für den Draht in Form von Laschen
besonders eingesetzt werden. Bei dieser Konstruktion wird der
Deckel etwas besser geführt wie bei der anderen, auch ist sie leichter
montierbar, nur ist die Herstellung teurer.
Zu 3. Das drahtlose Scharnier entsteht dadurch, daß der
Lappen am Deckel seitlich zwischen Zapfen gerollt und in die
etwa in der Form eines Drahtscharniers ausgebildeten Körper
seitlich verhakt wird. Zu diesem Verhaken ist ein Raum er-
forderlich, der dadurch gewonnen wird, daß in den Körper der
Schachtel ein Ohr eingeschnitten wird, daß zunächst heraus-
gebogen ist und nach Einführung des Deckels wieder zugebogen
wird. Die Konstruktion ist dann billig, wenn. sehr große Massen
hergestellt werden, so daß die Herstellung der Werkzeuge sich
lohnt: Sie ist nicht so fest wie das Drahtscharnier, weil sich die
gerollten, vorstehenden Zapfen leicht abbiegen oder abbrechen.
Im übrigen ist sie bei der Massenherstellung beliebt und zu emp-
fehlen.
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