Full text : Die Schweiz

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Über  die  Talstufe  von  Grenz  io  ls  an  der
Mündung  der  Binn  aus  dem  Binnental  erreicht
die  Talstraße  F  i  e  s  ch,  den  Sammelplatz  der  Besucher ­
  des  obern  Wallis.  Das  leicht  zu  besteigende
Eggishorn  2934  m  bietet  eine  umfassende  Rundsicht
in  die  Walliser  und  Berner  Alpen.  Von  den  Firnmulden
  der  Jungfraugruppe  her  zieht  an  seinem
Fuß  der  gewaltige  Eisstrom  des  Aletschgletschers
zum  Rhonetal  hinaus  und  staut  an  seiner  Flanke
den  kleinen,  mit  Eistrümmern  erfüllten  Märjelensee.
  Vom  Finsteraarhorn  senkt  sich  der  Fieschergletscher
  gegen  das  Dorf  Fiesch  hinunter.
Über  eine  neue  Stufe  von  400  m  Höhe,  durchbrochen ­
  vom  tosenden  Talfluß,  hier  „Rotten"  genannt, ­
  erreichen  die  Straßenkehren  das  Goms,  den
obersten  größern  Talabschnitt.  Eng  gebaute  Dörfer
stehen  hier  an  der  sonnigen  Halde,  von  Wildbachverwüstungen ­
  und  Lawinenbrüchen  bedroht.  Auf  dem
grünen  Talgrund  umzieht  die  junge  Rhone  in  schäumenden ­
  Windungen  die  zahlreichen  Schuttkcgel.  Die
letzten  kleinen  Riemen  von  magerem  Getreideland
nutzen  am  steilen  Hang  das  Sonnenlicht  aus.  Dem
lichtgeschwärzten  Gebälk  der  Häuser  verleihen  die
weißgestrichenen  Fensterrahmen  ein  etwas  freundlicheres ­
  Aussehen.  Unter  den  zahlreichen  Dörfern
seien  nur  Münster  und  Ulrichen  genannt.
Von  O  b  e  r  w  a  l  d  aus  führt  die  Straße  in
imposanter  Schlucht  durch  die  letzte  Felsenstufe  von
400  m  zur  Rhonequelle,  dem  rauhen  Talkessel  von
Gletsch  1761  m  hinauf.  In  seinem  Hintergrund
bricht  der  Rhonegletscher,  vom  Firngebiet  des
Dammastockes  und  Galenstockes  her,  in  prachtvollem ­
  Eissturz  über  die  Felswand  zur  Talsohle  hernieder. ­
  Die  Grimselstraße  aus  dem  Haslital  und
die  Furkastraße  aus  dem  Urserental  bringen  im
Sommer  in  die  Felseneinöde  von  Gletsch  einen
lebhaften  Reisendenverkehr.

as  obere
WalliS

GonlS
            
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