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Der nördliche und größere Kantonstcil besteht «"*>
aus Granit- und Gneisgebirgen, die seit dem Bau iSSi,
der Gotthardbahn in zahlreichen Steinbrüchen einen
hochgeschätzten Baustein liefern. Am wichtigsten sind
die Brüche an der Gotthardlinie selbst. Dem Reichtum
an Baustein entsprechen die massiv gebauten
Häuser mit flachen, gneisplattcnbedeckten Dächern:
sie drängen sich um den italienisch anmutenden
Campanile (Glockenturm) und schließen an den «-,»>«,r
Berghalden enge und holperige Dorfgassen ein.
Im obersten Laus durchfließt der Tessin das j !8cbli $ K
Längstalstück des Bedretto, das den Nufenenpaß im ^stn
Wallis und den für Gotthardbahn und -Festung
militärisch wichtigen San Giacomopaß ins italienische
Tosatal nach Domodossola hinunter sendet.
Bei A i r o l o erreichen die Gotthardstraße von
Andermatt her und der Bahntunnel das Tessintal,
beschützt durch eine moderne Festungsanlage mit
Außenwerken. Das Livinental (Leventina) zeigt
einen ähnlichen Stufenbau wie das Wallis; es
wird durch die Schluchten des Mte. Piottino und der
Biaschina in langgestreckte Talbecken zerlegt. Die
Gotthardbahn überwindet die Stufen in je einem
doppelten Kehrtunnel. Die Wasserkraft des 800 m
über dem Haupttal liegenden Ritomsees im Bal Piora
und der Schlucht am Mte. Piottino ist bereits
für den elektrischen Betrieb der Gotthardbahn gesichert.
Während in Q u i n t o noch der Tannenwald
herrscht, treten im Becken von Faido bereits
die Kastanien als Vorboten des Südens auf. Bei
Biasca mündet das Bleniotal, in dessen Hintergrund
O l i v o n e die Lukmanierstraße und den
Greinapaß zum bündnerischen Vorderrheintal beherrscht.
Biasca liegt mit 339 m in gleicher Höhe
wie der tiefste Ort im Mittelland bei Brugg. Auf
seiner grünen Talsohle bildet die Rebe durch Gneissäulen
gestützte Lauben. An der steilen Talhalde
Junger, Schweiz
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