Full text : Die Schweiz

145

Der  nördliche  und  größere  Kantonstcil  besteht  «"*>
aus  Granit-  und  Gneisgebirgen,  die  seit  dem  Bau  iSSi,
der  Gotthardbahn  in  zahlreichen  Steinbrüchen  einen
hochgeschätzten  Baustein  liefern.  Am  wichtigsten  sind
die  Brüche  an  der  Gotthardlinie  selbst.  Dem  Reichtum ­
  an  Baustein  entsprechen  die  massiv  gebauten
Häuser  mit  flachen,  gneisplattcnbedeckten  Dächern:
sie  drängen  sich  um  den  italienisch  anmutenden
Campanile  (Glockenturm)  und  schließen  an  den  «-,»>«,r
Berghalden  enge  und  holperige  Dorfgassen  ein.
Im  obersten  Laus  durchfließt  der  Tessin  das  j !8cbli $ K
Längstalstück  des  Bedretto,  das  den  Nufenenpaß  im  ^stn
Wallis  und  den  für  Gotthardbahn  und  -Festung
militärisch  wichtigen  San  Giacomopaß  ins  italienische ­
  Tosatal  nach  Domodossola  hinunter  sendet.
Bei  A  i  r  o  l  o  erreichen  die  Gotthardstraße  von
Andermatt  her  und  der  Bahntunnel  das  Tessintal,
beschützt  durch  eine  moderne  Festungsanlage  mit
Außenwerken.  Das  Livinental  (Leventina)  zeigt
einen  ähnlichen  Stufenbau  wie  das  Wallis;  es
wird  durch  die  Schluchten  des  Mte.  Piottino  und  der
Biaschina  in  langgestreckte  Talbecken  zerlegt.  Die
Gotthardbahn  überwindet  die  Stufen  in  je  einem
doppelten  Kehrtunnel.  Die  Wasserkraft  des  800  m
über  dem  Haupttal  liegenden  Ritomsees  im  Bal  Piora
  und  der  Schlucht  am  Mte.  Piottino  ist  bereits
für  den  elektrischen  Betrieb  der  Gotthardbahn  gesichert. ­
  Während  in  Q  u  i  n  t  o  noch  der  Tannenwald ­
  herrscht,  treten  im  Becken  von  Faido  bereits
die  Kastanien  als  Vorboten  des  Südens  auf.  Bei
Biasca  mündet  das  Bleniotal,  in  dessen  Hintergrund ­
  O  l  i  v  o  n  e  die  Lukmanierstraße  und  den
Greinapaß  zum  bündnerischen  Vorderrheintal  beherrscht. ­
  Biasca  liegt  mit  339  m  in  gleicher  Höhe
wie  der  tiefste  Ort  im  Mittelland  bei  Brugg.  Auf
seiner  grünen  Talsohle  bildet  die  Rebe  durch  Gneissäulen
  gestützte  Lauben.  An  der  steilen  Talhalde
Junger,  Schweiz

10
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.