148
und Lebensweise. Vororte am See sind das hotel
reiche P a r a d i s o am Fuße des San Salvatore
und Castagnola in geschützter Bucht; durch Oli
venbestände führt ein Felsensteig zu dem an steiler
Halde am Seeufer klebenden, italienisch gebauten
Fischerort G a n d r i a. Von Bellinzona her unter
fährt die Gotthardbahn den Straßenübergang des
Monte Ceneri und erreicht durch die Fruchtfelder
des Agnvtales Lugano auf aussichtsreicher Terrasse
über der Stadt. Bei Meli de gewinnt sie aus
einem Damm quer durch den See das östliche User
und tritt über M e n d r i s i o und die Grenz- und
Zollstation C h i a s s o in die Poebene hinaus. Die
Me.ldiisotto Umgebung von Mendrisio, das Mendrisotto, ist mit
ihrem Reichtum an Wein, Mais, Tabak und Früch
ten der Garten des Tessins und unterhält mit den
zahlreichen Maulbeerbäumen eine ansehnliche Sei
denraupenzucht und Seidenspinnerei. Inmitten der
zur Poebene auslaufendcn Hügclwellen des Mendri-
sotto liegt der Badeort S t a b i o.
Die Tresa führt das Wasser des Luganersees
dem 78 m tiefer liegenden Langensee zu. Uber den
Grenzort Ponte Tresa leitet das Flußtal den
Verkehr zu den Fremdenorten des Langensees hin
über.
Graubündrn.
*,8° »»d Graubünden liegt im Südvsten der Schweiz.
P^cutung feg umfaßt, in mancher Beziehung ein Gegenstück
zum Wallis, den östlichen Flügel des großen Süd
alpenzuges, die Bündner Alpen, und überdies die
Südabdachung der Glarner Alpen. Graubünden ist
mit rund 7100 km* Fläche der größte Kanton der
Schweiz. Er kommt aber als Gebirgsland mit