Hauptkette mauerartig steil zur Rhone-Rheintalfurche
ab.
Die Südalpen werden durch das quer verlaufende
Tal des Tessins in die zwei großen Gruppen
der Walliser und Bündner Alpen geteilt. In den
Walliser Alpen erreicht das Gebirge die größte
Mächtigkeit und Höhe; die Monterosagruppe weist
eine Reihe von Gipfeln mit über 4000 in Höhe
auf, darunter die Dufourspitze 4638 m, den höchsten
Punkt der Schweiz. In vergrößertem Maße wiederholen
die Walliser Alpen das Bild der Berner
Alpen. Von der scharf zulaufenden Hauptkette aus
ziehen eine Reihe seitlicher Ketten nach Norden;
sie werden gegen das Rhonetal hin niedriger und
brechen hier schroff ab. Ihre Gipfelhöhe übertrifft
bei weitem die der Voralpen, ja selbst der Stammkette
nördlich der Rhone: Mischabelhörner 4564 rn,
Weißhorn 4512 m, Dent Blanche 4365 m. Die
Seitenketten auf der italienischen Südabdachung sind
kürzer und nehmen rasch an Höhe ab. Die Täler
senken sich steil zur Poebene hinunter, die mit nur
200 rn Meereshöhe einen weit niedrigeren Gebirgsfuß
bildet, als das Rhonetal auf der Nordseite,
mit 700 in in Brig. Gegenüber der einfachen
Fiederform der Walliser Alpen erscheint die Bündner
Gruppe als komplizierter Bau von reich verästelten
Bergzügen und Tälern. Jenseits des Tessins
erhebt sich die Adulagruppe im Rheinwaldhorn
zu 3406 rn. In der SW—NO Richtung heben
sich sodann zwei Ketten aus den Bergmassen heraus,
wovon die nördliche das Engadin vom Flußgebiet
des Rheins abgrenzt, die südliche zwischen
dem Engadin und dem Veltlin eine Strecke weit
die Landesgrenze bildet und in der stark vergletscherten
Berninagruppe 4052 in den einzigen Gipfel
der östlichen Schweizer Alpen trägt, der über
4000 in hinausreicht.