155
der. und Hintcrrheins. De» Zugang zum Vorderrheintal
versperrt der gewaltige Bergsturz von
Flims, der nach der Eiszeit von der Nordwand
niederbrach. Die Trümmermasse wird auf 15km s
geschätzt. Sie bildet heute eine wechsclvvlle, waldige
Hügellandschaft, durchbrochen vom Tobel des
Rheins und der Rabiusa aus dem Safiental. Die
Straße umgeht sie über den Kurort F l i m s. Das
Städtchen Jlanz, ein Marktort, sammelt die Wege
aus den weiden- und viehrcichen Seitentälern. Auf
Schuttkegeln und Terrassen reihen sich talaufwärts
die Dörfer. Vom obersten Talstück, dem Tavetsch
mit S c d r u n, führt die Straße über den Oberalppaß,
90 km von Chur entfernt, ins Urserental.
Bei dem Klosterort Disentis zweigt die Lukmanierstraße
durch das Tal Medels zum Bleniotal
ab, das überdies von Somvix her auch den
Verkehr über den Greinapaß aufnimmt. Von der
Bcrggruppe des Rheinwaldhorns 3398 m senken
sich das breite, stark verzweigte Lugnez ^md ^ das
schmale Safiental zum Rhein hinaus. L>ie sind,
wie das Prätigau, das Schanfigg und das benachbarte
Domleschg, in den Bündnerschicfer eiugeschnitten,
dessen verwitterte und rutschende Halden üppige
Wiesen und Weiden tragen. Im Lugnez liegen in
den Hintergründen des Glenncrtales die Orte V a l s
und V r i n.
Der unterste Abschnitt des Hinterrhcintales ist
das Domleschg; in seinem Hintergrund ist Thu
sls ein Verkehrsmittelpunkt. Aus dem Schiefergc
stein des Heinzenberges bricht hier ein gefürchtetes
Wildwasser, die „schwarze" Nolla, hervor, dessen
Verheerungen mit einer kostspieligen Verbauung
Einhalt getan werden mußte. Durch die großartige
Schlucht der Viamala, hoch über dem in schwarzer
Diese tosenden Fluß, erreicht die Straße ein höher
''egendes Talbeckcn des Hinterrhcins, das IchamS