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orte Mels und Flums ihren Platz gefunden;
das weidenreiche Weißtannental reicht mit seinen
Ausläufern zum Saurenstock 3056 in und in die
Grauen Hörner 2847 in hinauf. Von Walen-
stad t folgt der Verkehr dem Südufer des von
keinem Dampfschiff befahrenen Walensees; die reiz
volle Bahnstrecke erinnert mit der Tunnelreihe und
ihren Ausblicken auf See und Gebirge an die Gott
hardbahn am Urnersee. In der Mitte des linken
Seeufers hat die Murg aus dem steilen, schön ge
stuften Murgtal ein Delta in den See vorgebaut,
auf dem das Dorf Murg steht. An den Felsab
stürzen des rechten Ufers liegt, nur auf mühsamen
Zugängen erreichbar, Quinten, dessen Name
neben Terzen und Quarten jenseits des Sees
auf römische Stationen hindeutet. Am untern See
ende steht das Städtchen Wesen am Fuß der Gast-ri°nd
schräg aufsteigenden Nagelfluhbänke des Schänniser-
berges und des aussichtsreichen Speer 1956 in,
gegenüber dem Talausgang des Glarnerlandes. Eine
Bergstraße führt zum Kurort A m d e n hinauf, des
sen Häuser in grüner, sonniger Mulde hoch über
dem See sich ausbreiten. An den inselförmig aus
der Linthebene aufragenden Sandsteinrippen des
obern und untern Buchberges entlang erreicht man
über Uz nach das Seestädtchen Rapperswil, stetmM
das von grünumsponnenem Schloß auf einem Fels-
lporn überragt wird. Die wichtige Rickenstraße ver
bindet das Gebiet am obern Zürichsee mit dem Tog-
genburg; stx wird vom 8,6 üm langen Rickentunnel
unterfahren, der den Verkehr vom Bodensee und
von St. Gallen her, unter Vermeidung des frühern
Umweges über Zürich, zum Kanton Glarus und
dem obern Zürichsee entlang in die Jnnerschweiz
leitet.
Das Toggenburg ist das Flußtal der obern T»g-,e»burg
Thur; zwischen den wiesengrünen Berghalden der