Full text: Die Schweiz

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Zürich 
Ceeuferorte 
Hauptbecken abgetrennt. Die Limmat durchbricht bei 
ihrem Ausfluß aus dem See eine andere, das See 
ende umrandende Endmoräne, die den ältesten An 
lagen der Stadt Zürich eine gefestigte Stellung 
verlieh, und ninrmt noch innerhalb des Stadtge 
bietes die Sihl aus dem Bergland von Einfiedeln 
auf. In gewundenem Lauf durch das breite Lim- 
mattal geht sie noch durch zwei Endmoränenzüge, 
bevor sie den Juradurchbruch bei Baden betritt. 
Zürich ist seit der Angliederung von 11 
Außengemeinden im Jahre 1893 mit 189 100 Ein 
wohnern die größte Stadt der Schweiz; sie um- 
rahmt das untere Ende des Sees mit stattlichen 
Quartieren und den prachtvollen Quaianlagen, die 
das Uferbild vollständig umgestaltet haben. Die 
aussichtsreichen und sonnigen Halden des Zürich- 
berges bedecken sich allmählich bis zur tvaldigcn 
Höhe mit gartenumschlvssenen Villen, und ander 
seits wächst die Häusermasse der Stadt immer wei 
ter in die Ebene des Limmattales hinaus. Der 
mächtige Bau des eidgenössischen Polytechnikums 
und der Universität schaut vom Zürichberg auf 
den verkehrsbelebtesten Stadtteil, in dem neben deni 
großen Bahnhof das schweizerische Landesniuseuni 
steht. Aus dem Häusergewirr der alten Stadr er 
hebt sich das doppeltürmige Großmünster aus einer 
Terrasse über der Limmat. Zürich verdankt seinen 
Aufschwung der ungemein günstigen Verkehrslage 
am Schnittpunkt der drei Hauptlinien Genf-Bo- 
densee, der Gotthard- und der Arlbergbahn; die 
Seidenindustrie und der Maschinenbau verschaffen 
der Stadt einen bedeutenden Wohlstand. Von jeher 
unterhielt Zürich lebhafte Beziehungen zu Nord- 
italien; unter den Ausländern sind neben den an 
Zahl überwiegenden Deutschen und Österreichern 
die Italiener stark vertreten. Die Villenquarticre 
am Seeufer gehen seeaufwärts in die lange Reihe
	        
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