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Berner-Jura Der Berner Jura liegt ganz im Gebiet der
von 8 W nach N 0 streichenden Falten, die nach
Morden allmählich niedriger werden. Die Talsohlen
sind zumeist mit langen Reihen blühender Uhr
macherdörfer besetzt; der mühsame Ackerbau in den
rauhen und trockenen Höhen bleibt immer mehr
den einwandernden Deutschbernern überlassen, über
dem Ufergelände des Bielersees breitet sich zwischen
dem Chasseral 1610 in und einer vorgelagerten
Seekette die versumpfte Talmulde des Tessenbergs
mit den Randdörfern Dieße, Nods und dem
tteuenburgischen Ligniöres aus. Der wegen seiner
umfassenden Rundsicht viel besuchte Chasseral steigt
mit weidenbedecktem Grat über den Waldgürtel der
Tiefe hinaus; im Westen gabelt er sich in die
beiden das Val de Ruz umfassenden Ketten des
Chaumont und der Tote de Ran. Hinter dem Chas
seral bildet das von der Schüß durchflossene St.
St.JmmeriuiJmniertalmit den Orten Courtelary,St. Jm-
.mer (St. Iinier) mit 7400 Einwohnern und
Sonvilier einen bequem ansteigenden Zugang
zur Hochfläche von La Chaux-de-Fonds. Über der
nördlichen Talwand von St. Immer entwickelt sich
der S o n n e n b e r g zu einem bekannten Winter-
und Sommerkurort. Er liegt am Rand der rund
1000 m hohen, Industrie, Ackerbau und Pferde-
gvetbcw zucht treibenden Plateaufläche der Freiberge (Fran-
ches Montagnes); ihre Dörfer stehen in engen
Beziehungen zum neuenburgischen Uhrenmarkt von
La Chaux-de-Fonds; die bedeutendsten sind
Saignelsgier und Noirmont Das Pla
teau fällt im Nordwesten schroff zum Grenzfluß
Doubs ab, der mit schluchtartigem, tiefem Tal eine
lange Schleife in den Berner Jura hineinzieht und
auf seiner ganzen Länge ein schwer zu überwin
dendes Hindernis bildet.
Von der Klus von R e u ch e n e t t e herkommend,