224
1611 m. Gegenüber den geräumigen Mulden an
derer Längstäler, wie z. B. des St. Jmmertales,
erscheint es eng; stellenweise wird es von kühn
aufragenden Kalkwänden eingerahmt. Am untern
Ende durchbricht der-Talfluß, die Areuse, in schrägem
Schnitt die vorgelagerte Kette und erreicht mit star
kem Fall den Neuenburgersee. Die prächtige Klus ist
bekannt als die Gorges de l'Areuse. Durch diesen
malerischen Zugang gewinnt die Bahn von Neuen
burg die hochgelegene Sohle des Traverstales und
leitet durch das Trockental von Verriäres aus
französischen Boden über. Den mittlern Teil des
Val de Travers halten eine Reihe von Uhrenma-
cherdvrfern besetzt, deren blühendstes, F l e u r i e r,
in einer Talgabel am Fuße der Bergstraße von Ste.
Croix liegt. Talauswärts folgen M o t i e r s, C o u-
vet und Travers, wo neben der Uhrenindu
strie die Herstellung von Uhrmacherwerkzeug Ver
dienst bringt. N o i r a i g u e (— schwarzes Wasser)
■am Beginn der Gorges de l'Areuse trägt seinen
Namen von dem Wasser, das unterirdisch'aus dem
Moorboden des Hochtales von Les Ponts abfließt
und mit schwärzlicher Schlammbeimischung als
'mächtige Stromquelle aus der Seitenwand des Val
de Travers hervorbricht.
B»i de R»r Zwischen dem Bergland von La Chaux-de-Fonds
und dem See treten die Ketten des Täte de Ran-Mt.
d'Amin und des Chaumont auseinander und um
rahmen die längliche Mulde des Val de Ruz. Hier
trägt der Kalkuntergrund einen Sandsteinmantel,
überlagert von mächtiger Grundmoränendccke, die
von einem über die tiefste Einsattelung des Chau
mont eingedrungenen Arm des Rhonegletschers her
rührt. Dank dieser natürlichen Ausstattung ist das
>• Val de Ruz, ein seltenes Bild, zur inselartigen
Fläche einträglichen Ackerbaues mit reichen Kornfel
dern inmitten der weiden- und waldbedeckten Kalk-