Full text: Die Schweiz

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W«adtl«»der- über dem weithin bewaldeten Südostabfall des 
Waadtländer Jura erheben sich als schwach anschwel 
lende Kuppen die Dole 1678 m, die wegen ihrer 
unvergleichlichen Nnndsicht viel bestiegen wird, der 
Noirmont 1560 m und der Mt. Tendre, mit 
1680 m der höchste Punkt des Schweizer Jura. 
Hinter dieser vordersten Kette liegt in rund 1000 m 
Meereshöhe das Längstal der Orbe, die Valloe de 
Joux, nach Nordwestcn abgeschlossen durch die mit 
prachtvollen Waldungen besetzte Grcnzkette des Mt. 
.Risoux 1423 m. Das Hochtal birgt in seinem 
untern Ende den Jouxsee, dessen Wasser durch Ab- 
zugstrichter im zerklüfteten Kalkstein verschwindet 
und jenseits des unten abgeriegelten Tales hinter 
Vallorbe als mächtige Stromquelle wieder zutage 
tritt. Das rauhe, durch lange und strenge Winter 
C (£otrt' b ausgezeichnete Jonxtal ist mit stattlichen, volksrei- 
chen Dörfern ein Hauptgebiet der Uhrenindustrie; 
hier entstehen jene komplizierten, mit äußerster Ge 
nauigkeit gearbeiteten Chronometer, die entweder 
füx Genfer Firmen hergestellt werden oder direkt 
den Weg ins Ausland finden; den See umschließen 
die Orte Le Pont, Le Lieu und Le Sentier. 
Jenseits der Deut de Vaulion nützt Vallorbe, 
das in der Fabrikation von Feilen einen besonderen 
Zweig der Metallindustrie pflegt, die Wasserkraft 
der Örbe aus. Es beherrscht einen Querdurchbruch 
des Jura, durch den eine Hauptlinie von Paris 
nach Lausanne und zuni Simplon zieht. Bei der 
hohen Lage des Überganges kommen im Winter 
durch die bedeutenden Schneemassen recht häufige 
Verkehrsstockungen vor. In einer Hochtalmulde am 
Chasseron über dem obern Ende des Neuenburger- 
secs ist S t e. C r v i x der Mittelpunkt einer Gruppe 
von Dörfern, die sich außer der Uhrcnmacherei 
hauptsächlich mit der Fabrikation von Müsikdosen 
und neuerdings der Phonographen befassen.
	        
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