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schweizerischen Bundesgerichtes. Durch die Univer
sität, die übrigen Schulanstalten und die wie nir
gends sonst so zahlreichen Welschlandinstitute übt
Lausanne eine starke Anziehung aus. Dank seiner
reizvollen Umgebung ist es ein Hauptplatz des Frem
denverkehrs. Hier laufen wie in einem Brennpunkt
die wichtigen Linien aus Frankreich und aus dem
schweizerischen Mittelland zusammen, um durch das
Rhonetal den Simplon zu erreichen. Seewärts ist
die Stadt nahezu verwachsen mit dem Uferort
O il ch y, der quer über den See zum savoyischen
Badeort Evian eine Dainpfschiffverbindung unter
hält. Seeabwärts werden die hinter dem Uferstreifen
aufsteigenden Höhen allmählich flacher; hier zieht
sich in geschützter Lage das durch vorzügliche Weine
L« mt berühmte Rebgelände von La Cote hin. Über den
Weinbergen erscheint hier unfern des Städtchens
Ä ubonne das „Signal de Bougy", von dem
aus der Blick die gesamte Fläche des Sees umfaßt.
Am nahen Jurafuß stehen G i m e l und der Ar-
tillericwaffenplatz Biere durch die Bergstraße von
Marcheiruz in Berbindung mit dem Jouxtal. Am
Seeufer folgen sich die altertümlichen Städtchen
Morges, Rolle, Nyon und Coppet. Bon
Nyon aus steigt in vielen Kehren eine Straße zuni
aufblühenden Kurort St. Cergues hinauf und
führt durch die Einsattelung zwischen der Dole
und dem Noirmont nach Frankreich.
L» B-ux In der Uferlandschaft La Vaux oberhalb Lau
sanne unterbrechen kleine, auf dem kostbaren Boden
eng gedrängte Weinbaustädtchen und -dörfer die
von weiß leuchtenden Stützmauern durchzogenen
Weingärten. In dieser Reihe seien L u t r y und
>C u l l y genannt. Im Schutz der Voralpenhöhen
ist am obern Genfersee in mildester Lage Mon
treux der belebte Mittelpunkt der waadtländischen
Riviera; mit den benachbarten Orten Territet