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oder geringeren Zwischenräumen verlaufen müssen
die Schraffen länger oder kürzer werden. Lange
Striche bedeuten eine schwache, kurze dagegen eine
starke Neigung. Je kürzer die Schraffen, desto dicker
werden sie ausgezogen, und desto schmaler werden
die weißen Zwischenräume zwischen den einzelnen
Strichen belassen; je dunkler der Ton, desto steiler
die Böschung.
Die Schraffenkarte bietet ein plastisches und
übersichtliches Bild der Bodenformen, gestattet aber
nicht, mit gleicher Genauigkeit und Sicherheit die
Neigungsverhältnisse abzulesen, wie das Kurvensystem.
Die Schraffenkarten der Nachbarländer nehmen
für die Verteilung von Licht und Schatten eine
senkrechte Beleuchtung an. Die Dufour-Karte verwendet
die schiefe Beleuchtung, bei der man sich
die Sonnenstrahlen unter einem Winkel von 45 0
von Nordwesten her einfallend zu denken hat. Für
unser Gebirgsland, dessen Hauptzüge von 8 W nach
N 0 quer zu der Richtung der Strahlen laufen, schafft
die Schraffenmanier mit schiefer Beleuchtung von
Nordwesten her ein prachtvoll plastisches Bild. Dem
Vorzug der starken Reliefwirkung stehen zwei Nachteile
gegenüber; die sonnigen Südostabhänge erscheinen
dunkel und unfreundlich, die schattigen Nordwesthalden
sind beleuchtet; infolge der Verteilung von
Licht und Schatten rufen die Böschungen der Südostseite
den Eindruck größerer Steilheit hervor als
die der Nordwestseite.
Die Dufour-Karte wurde nach den Originalaufnahmen
des Topographischen Atlas hergestellt,
der ursprünglich nur dazu bestimmt war, mit seinen
Horizontalkurven als Grundlage für die Schraffenzeichnung
zu dienen, und erst später als selbständiges
Werk erschien.
3. Die Generalkarte der Schweiz G-n-rali-u-