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so steht nach alter Erfahrung ein Wetterumschlag
bevor.
Niederschlage Niederschläge. An Befeuchtung übertrifft
die Schweiz die meisten Nachbargebietc. Sie ver
dankt ihren Wasserreichtum der Nähe des Meeres,
vor allem aber ihrer hohen Lage; denn ganz all
gemein nimmt die Verdunstungsmenge bis zu einer
gewissen Meereshöhe zu. Die tiefliegenden Teile
des Landes sind relativ trockene Stellen inmitten
der schnee- und regenreichen Höhen der Alpen und
des Juras; selbst im Mittelland ist der Unterschied
der Feuchtigkeit zwischen Tälern und Hügeln zu
erkennen. Wenn der feuchte Westwind an einem Ge
birge aufsteigt, so sondert er den Wasserdampf aus;
Verteilung es fällt Regen oder Schnee. Niederschlagsreich ist
Nied»sch,erscholl der Jura, besonders auf seiner Westseite, wo
die jährliche Regenhöhe 200 cm erreicht. Umso trok-
kener ist, im „Windschatten", der Südostfuß des
Jura, ein breiter Streifen vom Genfersee bis über
Schaffhausen und zum Bodensee hinaus. Auf diesem
tief liegenden Teil des Mittellandes finden die Ge
treidefelder und Weinberge in der geringen Regen
menge und der hohen Sonncnwärine gut zusagende
Bedingungen. Mit dem Ansteigen des Mittellandes
gegen die Voralpen nimmt auch die Regenmenge zu.
In der Mitte zwischen Jura und Alpen erreicht sie
etwa 100 cm, das ist mehr als die Regenhöhe
im größeren Teil Nvrddeutschlands und in der Po
ebene. Die Alpen heben sich als Gebiet großer Nie
derschlüge von der Umgebung deutlich ab: am Sün-
tis werden 250 cm gemessen. Die Täler der Aare,
der Reuß, der Linth ilnd des Rheins sind dagegen
nicht feuchter als das Mittclland, weil ihnen die
Berge den Regen entziehen. Am regenärmsten sind
die Talkessel des Wallis und des untern Enga
dins (Sierre im mittlern Wallis mit 57 ein). Dein
Südhana der Alpen geben die starken Föhnregen
einen Überfluß an Wasser (Seite 31t.