Full text : Die Schweiz

nach  der  Art  des  Bindemittels,  das  die  Quarzkörner
  verkittet,  kommt  er  in  verschiedener  Färbung
und  Härte  vor.  Mit  einem  tvnigen  Bindemittel
ist  der  Sandstein  mürbe,  leicht  zu  bearbeiten,  aber
als  Baustein  wenig  tauglich,  da  er  rasch  verwittert.
Harte  Sandsteine  finden  Verwendung  zu  Bodenplatten, ­
  Treppenstufen  und  Fensterrahmen.  In  der
Bodenseegegend  gilt  ein  an  zertrümmerten  Muschelschalen ­
  reicher  Sandstein,  der  „Seelaffe",  als  besonders ­
  wetterhart.  In  den  städtischen  Bauten  des
Mittellandes  nimmt  der  Sandstein  einen  ersten  Platz
ein:  er  wird  aber  immer  häufiger  durch  billigen
Kunststein  ersetzt,  so  daß  viele  Brüche  infolge  dieser
Konkurrenz  bereits  eingegangen  sind.  Die  an  Sandsteinbrüchen
  reichsten  Gegenden  des  Mittellandes
liegen  im  Kanton  Bern  und  im  Kanton  St.  Gallen. ­
  Die  Ortschaften  am  Nordfuße  des  Jura  benutzen
zu  ihren  Bauwerken  häufig  den  sehr  dauerhaften
roten  Sandstein  aus  dem  Schwarzwald  und  den
Vogesen.

Kies  und  Sand  sind  als  Ablagerung  der
Gletscher,  Flüsse  und  Seen  vor  allem  im  Mittelland
stark  verbreitet  und  dienen  den  verschiedensten
Zwecken.  Durch  eine  Mischung  von  Sand  und
Zement  erhält  man  den  Mörtel,  der,  mit  Kies  gemengt, ­
  zu  den  Betonarbeiten  verwendet  wird.  Die
Kies-  und  Sandlager  versorgen  zahlreiche  Fabriken
mit  dem  Rohmaterial  für  die  Herstellung  von  Röhren ­
  und  künstlichen  Bausteinen.
Tie  Ton  lager  sind  meist  als  Grundnioräne  eiszeitlicher ­
  Gletscher  oder  durch  die  Verwitterung  von
Mcrgelschichten  entstanden.  Im  Mittelland  besitzt
nahezu  jedes  Dorf  eine  Lehmgrube  mit  Ziegelhütte. ­
  An  den  Eisenbahnen  sind  in  neuerer  Zeit
große  Fabriken  entstanden,  die  mit  Backsteinen,  Röhren ­
  und  Ziegeln  die  Bauplätze  des  Landes  versorgen.
Lager  von  Töpferton  begünstigten  stellenweise  das
            
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