Object : Die Schweiz

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beiden  Becken  des  Walen-  und  Zürichsees.  Hier
fand  vor  einem  Jahrhundert  eine  der  bedeutendsten ­
  Entsumpfungsarbeiten  statt.  Früher  wurde  die
Ebene  häufig  überschwemmt  und  mit  Kies  verschüttet; ­
  man  leitete  nun  die  Linth  zur  Geschiebeablagcrung
  in  den  Walensee  und  gab  dem  Abfluß
zum  Zürichsee  in  geradlinigem  Kanalbett  ein  stärkeres ­
  Gefälle.  Die  Korrektion,  angeregt  und  durchgeführt ­
  von  Hans  Konrad  Escher  von  der  Linth,
entriß  die  Ebene  dem  Elend  der  Versumpfung  und
gewann  dem  Land  eine  große  Fläche  kulturfähigen
Bodens.
Auf  dem  Kerenzerberg  am  Absturz  des  Mürtschcnstockcs
  schaut  von  hoher  Terrasse  O  b  st  a  l  d  e  n
aus  den  Walensee  hinaus.  Im  Talzuge  der  Linth
folgen  sich  an  den  Seitcnhalden  die  Dörfer  Nicderurnen,
  Näfels,  Mollis  und  Netstal.
Hier  mündet  in  einer  Schlucht  der  Löntsch  aus
dem  Klöntal:  die  Gefällsstufe  des  Baches  liefert
dem  Löntschwerk  die  Kraft.  An  der  terrassicrten
Nordwand  des  Glärnisch  ruht  der  Klöntalersee;
an  seinem  Ufer  entlang  geht  der  Pragelpaß  ins
Muottatal.  Inmitten  der  Trümmerhügel  vorgeschichtlicher ­
  Bergstürze  steht  am  Fuß  des  Vorderglärnisch
  der  Hauptort  Glarus  5100  Einwohner;
nach  dem  großen  Föhnbrand  von  1861  wurde  der
Flecken  städtisch  und  regelmäßig  wieder  aufgebaut.
Am  andern  Ilfer  der  Linth  ist  das  reiche  Dorf
Ennenda  der  bevorzugte  Wohnort  der  Fabrikanten ­
  und  Kaufleute.  Der  Fabrikort  Schwanden
  beherrscht  den  Eingang  zum  Sernftal,  wo  im
Landesplattenbergwerk  Engt  Dachschiefer,  in  E  l  m
weicher  Schiefer'für  Tafeln  und  Griffel  abgebaut
wird.  Im  Jahre  1881  brach  eine  durch  das  Schieserbergwerk
  unterhöhlte  Bergmasse  über  Elm  herein
und  verschüttete  über  100  Menschen.  Aus  dem
sernftal  klimmen  zwei  mühsame  Pässe,  der  Pani-
            
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