Contents: Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland

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I. Geschäftliche Versicherung. 
mit demselben Kapital auch noch verschiedene andere Versicherungszweige 
betreiben. Dagegen hat andererseits der Bearbeiter der in den nach 
stehenden Tabellen zusanimengefaßten Statistiken in Ehrenzweigs Asse 
kuranz-Jahrbuch das Aktienkapital bei solchen Gesellschaften unberück 
sichtigt gelassen, welche ganz überwiegend einen anderen Versicherungszweig 
betreiben und sich nur nebenbei auch der Transportversicherung widmen, 
wie dies z. B. bei der Viktoria in Berlin der Fall ist. 
Die Transportversicherung wird von Einzelpersonen, von Vereinen 
auf Gegenseitigkeit und von Aktiengesellschaften betrieben. In der vor 
liegenden Arbeit werden jedoch nur die Aktiengesellschaften berücksichtigt, 
da einzig über diese im Ehrenzweigschen Assekuranz-Jahrbuch Zahlen 
zur Verfügung stehen. Das ist insofern von geringer Bedeutung, als 
die Tätigkeit der Privatversicherer heute in Deutschland auf ein Minimum 
reduziert ist, und die Gegenseitigkeitsvereine nur in verhältnismäßig 
geringem Umfange die Kaskoversicherung von Küsten- und Flußfahr 
zeugen betreiben. 
Im Jahre 1911 betrug nach dem Berliner Börsen - Courier 
(10. April 1912, Abendausg. 4. Beilage) bei 14 deutschen Gegenseitigkeits 
vereinen für Fluß-Kaskoversicherung die Gesamtprämieneinnahme für- 
eigene Rechnung zuzüglich der aus dem Vorjahre übernommenen Prämien 
überträge und Schadenreserven 817 682,95 Mk., denen an bezahlten 
Schäden für eigene Rechnung sowie Prämienüberträgen und Schaden 
reserven 859 821,90 Mk. gegenüberstehen. Die Höhe der Verwaltungs 
kosten belief sich auf 118 218.80 Mk. und die Zinsen und Erträgnisse 
aus Kapitalanlagen ergaben 128 409,78 Mk. 
Über die Entwicklung der Transportversicheruugsgesellschaften und 
deren Aktienkapital gibt Tabelle 1 Aufschluß (s. S- 171). 
Aus vorliegender Tabelle geht hervor, daß die Zahl der Gesell 
schaften von 1887 bis 1910 so ziemlich konstant geblieben ist. Die 
Zahlen schwanken zwischen 44 und 48 hin und her, und die Differenz 
rührt zum Teil Wohl auch daher, daß der Bearbeiter der Tabelle in 
Ehrenzweigs Assekuranz-Jahrbuch nicht gleichmäßig jedes Jahr alle Ge 
schäftsberichte der Gesellschaften erhalten konnte. 
Dagegen ergibt sich im Aktienkapital eine bedeutende Zunahme. 
Das Aktienkapital sämtlicher behandelter Gesellschaften ist 1887 von 
79 Millionen Mark auf 120 Millionen Mark im Jahre 1910 gestiegen. 
Auch hier ergeben sich hie und da Schwankungen und Rückschläge; so 
beträgt das Aktienkapital im Jahre 1891 87 Millionen und geht im 
folgenden Jahre aus 83 Millionen zurück. In den folgenden Jahren
	        
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