bankkreditanstalt, sondern auch die von der preußischen Koaüitionsregierung
so freigebig bedachte Preußenkasse benutzt werden
sollten. Die erste große Aktion, die die reorganisierte Preußenkasse
zusammen mit der in ihrem Tätigkeitsbereich erweiterten Rentenbankkreditanstalt
unternommen hat, war der Ankauf der Getreide-Industrie
und Commissions A,G. des Scheuerkonzerns, Daß es sich
hierbei im Gegensatz zu den Behauptungen des „Vorwärts“ nicht um
zinen Akt der Staatskontrolle über die Mühlenindustrie, sondern im
wesentlichen um ein privates Geschäft des Agrarkapitals und der
mit ihnen verbündeten Großbanken handelt, geht aus der offiziösen
Notiz des neuen Reichsernährungsministers Dietrich-Baden
in der „Neuen Badischen Landeszeitung‘ klar hervor, Die „zuständige
Stelle“ stellt hier ausdrücklich fest, daß die Beteiligung der
Preußenkasse und der Rentenbankkreditanstalt als ein „privatwirtschaftliches
Geschäft‘ der beiden Institute zu betrachten sei, „auf
das dem Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft ein
direkter Einfluß nicht zusteht,‘ Gewiß habe das Reich eine. „Aufsichtsbefugnis‘
über die Rentenbankkreditanstalt, allein der Reichsminister
habe von dem ganzen Geschäft erst erfahren, als es unmittelbar
vor dem Abschluß stand. Der Reichsminister erklärt, er
habe dann wenigstens noch dafür gesorgt, daß „bei der endgültigen
Abwickelung und der Gestaltung der Organisation einseitige Interessen
hintangehalten wurden,“
Natürlich sucht der Minister, nachdem er seinem deutschnationalen
Vorgänger diesen kleinen Seitenhieb verabreicht hat, die Gelährlichkeit
dieses agrarkapitalistischen Vorstoßes dadurch zu verschleiern,
daß er behauptet, jetzt sei durch den Uebergang der
Aktienmehrheit von den Großbanken auf die beiden halbamtlichen
Institute die Garantie geboten, „daß weder die Produzenten- noch
die Konsumenteninteressen allein zur Geltung kommen‘, Dies
letztere ist natürlich eine demokratische Fabel, die um so freudiger
von den Sozialdemokraten nachgebetet wird, als deren Preußenminister
sich von den gerissenen Bankiers und Junkern haben glänzend
übers Ohr hauen lassen,
Schon die Tatsache, daß der demokratische Minister die Getreidegroßhändler
beruhigen zu müssen glaubt, indem er ihnen versichert,
daß auch der Handel nach wie vor bei der Belieferung der
Großmühlen herangezogen werden soll, beweist, daß es sich bei
diesem Geschäft um eine monopolistische Machtsteigerung des in
den landwirtschaftlichen Genossenschaftsverbänden und den ihnen
nahestehenden Bankinstituten konzentrierten Agrarkapitals handelt,
Der „Börsen-Courier” sprach denn auch am 11. Juli von einem
„geschlossenen Weg‘ für Getreide vom Erzeuger. bis zum Weiterverarbeiter,
Er drückte zwar gleichzeitig die Hoffnung auf eine
„Stabilisierung‘ der Getreidepreise und ein Sinken der Einfuhr
aus, mußte aber zugestehen, daß verschiedene der Scheuergruppe
nicht angehörige Mühlen, vor allem im Westen, eine „Zwangskontingentierung‘
als nächsten Schritt befürchteten.
338 SELLING LATIN AMERICA
avenues. Another element which militates
against the universal use of the “flash” sign is
the fact that they are apt to get out of order
and mechanics experienced enough to repair
and keep them in operative condition are not
numerous in these localities. It therefore follows
that for some years to come, the fixed
electric sign would be the more ideal for this
section of the world.
I doubt if any business house in any part of
Latin America is really familiar with the
value of the follow-up letter system such as
we use so satisfactorily in the United States.
I am certain that its introduction and regular
use will be found profitable in developing any
line of trade, especially when intended for
those who in the course of a year receive comparatively
little correspondence.
With regard to advertising rates the Latin
American publisher is becoming more consistent
of late. Time was when he asked
$600.00 a year and took $60.00. To-day he
keeps closer to an established price, although
diplomacy and politeness can accomplish