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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch. Die Begründer
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

94 
Erstes Buch. Die Begründer. 
Smith aus Reaktion gegen den Merkantilismus dem Gelde anhängt, 
verführte einige seiner Nachfolger dazu, seinen Gedanken zu über 
treiben und die Besonderheiten der Gelderscheinungen zu .verkennen. 
Der wirkliche Reichtum eines Landes, führt Smith aus, besteht 
nicht in Geld, sondern in „Ländereien, Häusern und verbrauchbaren 
Gütern aller Art“ 1 ). Er ist „der jährliche Ertrag des Bodens und der 
Arbeit“ 2 3 ). Daher muß man auch’bei einer Schätzung desNettoeinkommens 
eines Landes das Geld ausschließenf ‘Das Geld wird nicht verzehrt. Es 
dient einzig und allein als Zirkulationsmittel und Wertmaß der Güter. Es 
ist „das große Rad des Umlaufs“ 8 ),* Deshalb, und obgleich Smith das 
Geld in das umlaufende Kapital einreiht, bemerkt er, daß man es 
dem fixen Kapital aller Industrie, den Maschinen und Gebäuden, 
gleichstellen kann. Je mehr man, ohne die Produktion zu verringern, 
an dem fixen Kapital sparen kann, um so besser ist es. Der Rein 
ertrag ist dann um so größer. Das gleiche gilt für das Geld, ein 
notwendiges aber kostspieliges Instrument der gesellschaftlichen Pro 
duktion: „jede Ersparnis in den Ausgaben für Ansammlung und Er 
haltung jenes Teils des umlaufenden Kapitals, der im Gelde besteht, 
ist eine Vergrößerung von ganz derselben Art 4 5 )“, wie die, die das 
festgelegte Kapital der Industrie verringert 6 * ). 
Aus diesem Grunde sind die Banknoten — deren Verwendung 
die des Bargeldes im gleichen Maßstabe vermindert — eine so wert 
volle Erfindung, denn sie setzen eine gewisse Menge Gold und Silber 
’) Yölkerreichtum II, S. 14, B. IV, Kap. I. An anderer Stelle (I, S. 169, 
B. II, Kap. II) schreibt er: „Obgleich das wöchentliche oder jährliche Einkommen 
aller einzelnen Einwohner eines Landes gleichfalls in Geld ihnen ausgezahlt werden 
kann und wirklich auch ausgezahlt wird, so muh doch ihr wirklicher Reichtum, das 
wirkliche wöchentliche oder jährliche Einkommen aller zusammengenommeu, stets in 
dem Maße groß oder klein sein, als es die Quantität der konsumierbaren Güter ist, 
die sie mit jenem Geld kaufen können. Das ganze Einkommen aller einzelnen, als 
einer Gesamtmasse, ist offenbar nicht sowohl dem Gelde als auch den konsumierbaren 
Gütern gleich, sondern nur dem einen oder dem anderen dieser beiden Werte, und 
zwar den letzteren eigentlicher, als dem ersteren.“ 
2 ) Dieser Ausdruck findet sich zwei Mal: Am Ende der Einleitung (I, S. 2) und 
II, S. 153, B. IV, Kap. IX. 
3 ) Ausdruck, der dreimal im Laufe des II. Kap. des II. Buches verkommt (I, 
S. 168, 170 u. 173). 
4 ) Völkerreichtum I, S. 170, B. II, Kap. II. 
5 ) Alle diese bei Smith so verworrenen Untersuchungen über das, was als Kapital, 
und das, was als Einkommen anzusehen ist, sind in dem ausgezeichneten Werk von 
Ieving Fishek: The Nature of Capital and Income, New-York 1807, klar 
herausgearbeitet. Das Einkommen wird hier vollständig des materiellen Charakters, 
den es bei Smith noch hat, entkleidet, um einfach als ein beständiger Strom von 
Diensten zu erscheinen, während die Gesamtheit des Kapitals mit der im Augen 
blick der Dauer bestehenden Gesamtmenge der Güter, aus der diese Dienste 
fließen, verschmilzt.
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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