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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch. Die Begründer
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

126 
Erstes Buch. Die Begründer. 
sich noch nicht in der Ausgabe von 1803. Sie erschien erst in der 
zweiten Ausgabe. In der Zwischenzeit hatte Say seine Spinnerei in 
Auchy-les-Hedins geleitet und hatte von seinen Erfahrungen pro 
fitiert. Diese Frage der Maschinen, die Smith nur in einem kurzen 
Satze berührt, nimmt in dem Werke Say’s mit den sich folgenden 
Auflagen einen immer größeren Kaum ein. Die Einführung der 
maschinellen Erfindungen, die sich zu dieser Zeit in Frankreich wie 
in England überstürzten, rief oft Arbeiterunruhen hervor. Daher 
wird Say auch nicht müde, ihre Wohltaten aufzuzählen. Anfangs 
gab er noch zu, daß die Regierung, um vorübergehende Nachteile 
abzuschwächen: „den Gebrauch einer neuen Maschine fürs erste auf 
gewisse Bezirke, wo Arbeiter spärlich und von anderen Zweigen der 
Industrie begehrt sind, beschränken solle“ 1 ). Seit der fünften Aus 
gabe aber ändert er seine Meinung und findet, daß eine solche Be 
schränkung „eine Verletzung der Eigentumsrechte des Erfinders“ 2 ) 
sein würde, und läßt nur öffentliche Notstandsarbeiten zur Be 
schäftigung der durch die Maschinen ihrer Arbeitsgelegenheit be 
raubten Leute zu. 
Dem Einflüsse der gleichen Umstände kann man die überwiegende 
Bedeutung beimessen, die J.-B. Say einer Klasse von Personen zu 
schreibt, die Smith nicht näher definiert hatte, die aber von jetzt 
an nicht mehr aus der Theorie der Wirtschaft verschwunden sollte: 
die der Unternehmer. War am Anfang des 19. Jahrhunderts der 
hauptsächlichste Träger des Fortschrittes nicht der fleißige, eifrige, 
unterrichtete Mann, der Industrielle, der kluge Ingenieur, der mit 
seiner Zeit fortschreitende Landwirt, der kühne Geschäftsmann, dessen 
Typus sich in allen Ländern gleichzeitig mit den wissenschaftlichen 
Entdeckungen und der Ausdehnung der Absatzgebiete vervielfachte ? 
Er, viel mehr als der Kapitalist im engeren Sinne, der Großgrund 
besitzer oder der „fast stets passive“ Arbeiter, leitete die Produktion 
und beherrschte die Verteilung der Güter. *„Das, was den bemerkens 
wertesten Einfluß auf die Verteilung der Güter ausübt,“ sagt Say, 
„ist die Tüchtigkeit des industriellen Unternehmers.’ Im gleichen 
Industriezweig sammelt der eine Unternehmer, der Urteilskraft, Tatkraft, 
Ordnungsliebe und Kenntnisse hat, ein Vermögen, während ein anderer, 
der diese Eigenschaften nicht besitzt oder allzu schwierige Umstände 
antriff't, zugrunde geht 3 ).“ * Spricht hier nicht ebenfalls der Spinnerei 
besitzer von Auchy-les-Hedins?' Man kann sich leicht davon über 
zeugen, wenn man die beiden Ausgaben seines Buches, die von 1803 
1 ) Tratte, 1. Ausg., I, S. 48. 
2 ) Traite, 5. Ausg., I, S. 67. 
3 ) Kritische Untersuchung der Ausführungen Mac Cülloch’s (1825), CE uv res 
diverses, S. 274—275.
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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