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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Gegner
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

Kapitel I. Sismondi und die Ursprünge der kritischen Schule. 
211 
Spruches zwischen den privaten und den allgemeinen Interessen, der 
ihm auffällt 1 ). J 
§ 3. Die Trennung des Eigentums und der Arbeit. 
Die Erklärung des Pauperismus uncf der Krisen. 
Sismondi ist der erste, der die Idee formuliert hat, daß die in 
dustrielle Gesellschaft darauf hinstrebt, sich in zwei voneinander 
durchaus verschiedene Klassen zu teilen, nämlich in die der Arbeiter 
und die der Besitzer, oder wie er auch sagt: der Armen und der t 
Reichen. Die Konkurrenz fr eiheit beschleunigt diese Trennung, indem 
sie alle Zwischenglieder verschwinden läßt, um nur noch die Prole 
tarier 2 ) und die Kapitalisten übrig zu lassen. „Die Zwischenglieder“, 
sagt er an einer Stelle, „sind verschwunden; die kleinen Grundbesitzer, 
die kleinen Pächter auf dem Lande, die kleinen Besitzer von Werk 
stätten, die kleinen Fabrikanten, die kleinen Händler in den Städten 
haben die Konkurrenz derer, die große Unternehmungen dirigieren, 
nicht aushalten können. In der Gesellschaft ist nur noch Platz für 
den Großkapitalisten und den Lohnempfänger, und in erschreckender 
Weise hat man die Klasse der Menschen, die früher fast unbekannt 
war, wachsen sehen, nämlich die der Menschen, die überhaupt keinen 
Besitz haben 3 ).“ „Die Gesellschaft steht daher unter ganz neuen 
Existenzbedingungen, über die wir bisher noch keine Erfahrung besitzen. 
Die Tendenz geht dahin, jede Art von Eigentum von jeder Art von 
Arbeit zu trennen. Da liegt die Gefahr, auf die ich hinweise 4 ).“ 
Dieses Gesetz der kapitalistischen Konzentration, das in dem 
System von Marx eine so bedeutende Rolle spielen sollte, und das, 
wenn es in Hinsicht auf die Unternehmungen wahr ist, sich deshalb 
noch nicht auf das Eigentum anwenden zu lassen scheint — in dem 
Sinne, daß eine Konzentration der Arbeit durchaus mit einer Zer- 
>) „Das vom Interesse der anderen begrenzte Interesse eines jeden würde aller 
dings das Interesse aller sein; da aber ein jeder seinen Nutzen auf Kosten der 
anderen, wie auch in der Entwicklung seiner eigenen Hilfsmittel sucht und nicht 
immer durch Kräfte, die seinen eigenen gleich sind, zurückgehalten wird, so findet 
der Starke seinen Vorteil im Nehmen und der Schwache im Niohtwiderstehen, denn 
das kleinste Übel ist, ebenso wie das höchste Gute, der Zweck der menschlichen 
Politik“ (N. P., I, S. 407; vgl. auch infra, S. 213, Anm. 1). 
2 ) „Hie Hauptumwälzung, die in der Gesellschaft mitten in dem allgemeinen 
von der Konkurrenz geschaffenen Kampf eingetreten ist, ... ist das Auftreten des 
Iroletariers unter den Lebensbedingungen des Menschen, des Proletariers, dessen 
den Römern entlehnter Name alt, während er selbst durchaus neuzeitlich ist 
(Etudes, I, S. 34). 
3 ) Revue mensuelle d’Economie Politique, II, 1834, S. 124. 
4 ' N. P.. II. ?. 434.
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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