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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Gegner
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

Kapitel II. Saint-Simon, die Saint-Simonisten u. d. Ursprung des Kollektivismus. 227 
Nicht, daß sie bisher noch nicht erörtert worden wäre. Die 
kommunistischen Utopien, seit Plato und Monns bis zu den egali 
tären Schriftstellern des 18. Jahrhunderts, Mably, Moeblly, Godwin, 
Babeuf, beruhen alle auf einer Kritik des Eigentums. Aber alle 
diese Schriftsteller haben sich mehr auf den Gesichtspunkt der Moral, 
als auf den der Volkswirtschaft gestellt :t ). Der kennzeichnende Zug 
bemühen sie sich auch, naohzuweisen, daß sie trotzdem nicht so konservativ, noch so 
individualistisch gewesen sei, wie man sagt; so entdecken sie hier und da, allerdings 
nach vielem Suchen, einige sozialistische Kundgebungen in den Dekreten über den 
Höchstpreis der Lebensmittel, wie in dem über die Verpflegung (deoret de Maximum, 
decret de rationnement) usw., gewöhnlich begnügen sie sich aber damit, mildernde 
Umstände anzuführen. „Wie sollte man dazu gekommen sein, am Ende des 18. Jahr 
hunderts Probleme zu lösen, die erst ein halbes Jahrhundert später, infolge der Um 
formung der Industrie sich einstellten, Probleme, die sich aus den neuen Bedingungen 
des Kapitals und des Lohnsystems ergaben? Würde es nicht für die Männer von 1789 
und 1793 ein sinnloses Unternehmen gewesen sein, sie im Voraus regeln zu wollen?“ 
(Aulahd, Ansprache an die Studenten, 21. April 1893). Vgl. auch im Kapitel VIII 
seiner Histoire politique de la Revolution (Paris, 1901) den Absatz über: 
Sozialismus. 
Wie man weiß, gab es jedoch während der Revolution eine kommunistisch 
sozialistische Lehre und sogar eine kommunistisch-sozialistische Verschwörung, die 
des Francois Babeuf. Aber die Ausnahme bestätigt hier die Regel, denn Babeuf, 
obgleich er sich selbst den damals sympathischen Namen Cajus Gracchus beigelegt 
hatte, fand unter den Männern der Konvention, sogar unter denen des Berges, keine 
Anhänger, so daß er unter dem Direotoire verurteilt und hingerichtet wurde. Diese 
Verschwörung Babedf’s ist gerade deshalb interessant, weil sie wie eine Art zu früh 
gekommenen Protestes des revolutionären Sozialismus gegen die bürgerliche Revolution 
erscheint. Vgl. Aülahd (op. eit.) S. 627 u. ff. 
J ) Ohne von den berühmten Utopien Plato’s, Thomas Morus’ oder Campanella’s 
zu sprechen, haben doch eine Reihe Schriftsteller, die Lichtenberoer eingehend 
studiert hat, diese Kritik im 18. Jahrhundert unternommen. Mobelly, Mably, Brissot 
und der Cure Mesmer in Frankreich, Godwin in England haben energisch gegen das 
Eigentum Protest erhoben. Ihre Theorien sind alle von Gkacchus-Babeuf zusammen 
gefaßt worden, der 1796 das Verbrechen, die Verwirklichung der Societe des Bgaux 
angestrebt zu haben, mit dem Tode sühnte. Aber nicht ihnen haben die Saint-Simonisten 
ihre Gedanken entnommen. Der Sozialismus des 18. Jahrhunderts beruht im wesent 
lichen auf dem Gleichheitsgedanken; was ihn am meisten entrüstet, sind die Ungleich 
heiten der Annehmlichkeiten und des Wohlstandes und die sozialen Unterschiede, für 
die er das Eigentum verantwortlich macht. „Da Alle die gleichen Bedürfnisse und 
die gleichen Fähigkeiten haben, so solle es auch für Alle nur eine einzige Erziehung, 
eine einzige Nahrung geben,“ sagt das Manifest der Gleichen (manifeste des 
Egaux). Die Saint-Simonisten geben aber weder die Gleichheit der Bedürfnisse und 
noch weniger die der Fähigkeiten zu, und sie wenden sich ganz besonders gegen 
jede Verwechslung oder Vermengung mit den Anhängern des Landgesetzes (Loi 
^graire), d. h. den Babouvisten. Ihr Sozialismus, der sieh auf das Recht an dem 
integralen Erzeugnis der Arbeit gründet, der die Entlohnung in Übereinstimmung 
mit den Fähigkeiten bringen will, ist weder gleichheitstrunken noch gieichmachend. 
Was die sozialistischen Ideen ihrer Zeitgenossen anlangt, die eines Fourier in 
b rankreich, eines Thompson und Owen in England, so scheinen sie sie nicht gekannt 
zu bähen. Enpantin hat die Bücher Fouribr’s erst ziemlich spät gelesen, als seine 
15*
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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