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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Gegner
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

244 
Zweites Buch. Die Gegner. 
Ausbeutung unter den verschiedensten Umständen in unserer wirt 
schaftlichen Welt auf. Auch ist sie nicht nur auf die Beziehungen 
zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer beschränkt. Sie tritt jedes 
mal ein, sobald eine Person irgendeine „Ausnahmslage“ (Un 
wissenheit, Furchtsamkeit, Schwäche, Vereinsamung eines anderen) 
dazu mißbraucht, um Dienste oder Waren zu einem zu niedrigen oder 
zu hohen Preise zu kaufen oder zu verkaufen. 
Für die Saint-Simonisten dagegen ist die Ausbeutung ein 
organischer Fehler unserer sozialen Ordnung. Sie ist unlöslich 
mit dem Privateigentum verbunden, deren notwendige Folge sie ist. 
Sie ist nicht ein einfacher Mißbrauch, sondern das besondere Kenn 
zeichen des ganzen Systems, da ja die grundlegende Eigenschaft des 
Eigentums gerade auf dem Eecht beruht, ein Erzeugnis ohne Arbeit 
zu erlangen. Daher ist die Ausbeutung auch nicht nur auf die 
mit ihren Händen Arbeitenden beschränkt. Sie umfaßt alle, die dem 
Eigentümer Tribut zahlen müssen. Auch der Industrieunternehmer 
leidet darunter durch die Zinsen, die er seinem Geldgeber zahlen muß 1 ). 
Der Profit des Unternehmers beruht aber nicht auf einer Aus 
beutung des Arbeiters; er ist einfach der Lohn der mit der Leitung 
verbundenen Arbeit. Selbstverständlich kann auch der Arbeitgeber 
seine Stellung mißbrauchen, um den Lohn des Arbeiters übermäßig 
herabzudrücken; in diesem Sinne sagen die Saint-Simonisten in der 
gleichen Weise wie Sismondi, daß der Arbeiter ausgebeutet wird. 
Das ist aber durchaus keine Notwendigkeit. Im Gegenteil läßt der 
Saint-Simonismus in der Industriegesellschaft der Zukunft durch- 
blicken, daß für besondere Fähigkeiten große Löhne gezahlt werden 2 ). 
Und das ist ein bemerkenswerter Punkt ihrer Theorie. 
Auch Marx hält die Ausbeutung für einen organischen 
Fehler des Kapitalismus. Er gibt aber diesem Worte einen ganz 
anderen Sinn als die Saint-Simonisten. Indem er auf den englischen 
Sozialisten fußt, sieht er den Ursprung der Ausbeutung in einer Be- 
Sonderheit des Tausches. Für ihn schafft einzig die Arbeit des - 
Handarbeiters den Wert der Produkte; infolgedessen können sowohl 
•) „Heute wird die ganze Menge der Arbeitenden von den Menschen ausgebeutet, 
deren Eigentum sie benutzen; auch die Führer der Industrie unterliegen dieser Aus 
beutung in ihren Beziehungen zu den Eigentümern, wenn auch in einem unver 
gleichlich schwächeren Grade; ihrerseits wieder haben sie an den Privilegien der 
Ausbeutung Teil, die mit ihrem ganzen Gewicht auf der Arbeiterklasse liegt, d. h. 
auf der so ungeheuer grollen Mehrzahl der Arbeitenden“ (Doctrine de Saint- 
Simon, S. 176). 
2 ) „Wir glauben, daß die Gewinne sinken und die Löhne steigen; doch wir 
schließen in das Wort Lohn den Gewinn des industriellen Unternehmers ein, da wir 
diesen Gewinn als den Preis seiner Arbeit betrachten“ (Le Producteur, I, S. 245). 
Der Aufsatz stammt von Enfantin.
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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