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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Gegner
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

Kapitel III. Die Agsozialisteu. 
265 
kann sie jedoch erklären: wenn beide sich auch durch ihren Plan 
der sozialen Reorganisation nahe stehen, der auf der Schaffung 
selbständiger Genossenschaften beruht, einer Art von Mikrokosmen, 
die dazu bestimmt waren, der zukünftigen Gesellschaft als Muster oder 
vielmehr als Ferment zu dienen; und wenn auch das nach ihrem Tode 
entstandene Genossenschaftswesen auf ihren gemeinsamen Einfluß 
zurückzuführen ist, so lebten sie doch in ganz verschiedenen Welten. 
Ohne hier weitere Parallelen zwischen ihnen zu ziehen, muß man 
doch erwähnen, daß Owen ein reicher Industrieller war, einer der 
bedeutendsten und einflußreichsten Männer seiner Zeit und seines 
Landes, während Fourier nur ein kleiner Handelsangestellter und, 
wie er sich selbst nennt, ein „sergent de boutique“ war, der später 
ein kleiner Rentier wurde, dessen Ruf kaum über die Grenzen eines 
kleinen Freundeskreises hinauswuchs. Trotz allem aber, was man 
glauben könnte, w r ar der Millionär der größere Sozialist, ein Kom 
munist, ein Kämpfer, ein Pamphletist, ein Agitator, antiklerikal in 
der ganzen Bedeutung, die man heute dem Worte gibt, während sein 
bescheidener Rivale ein alter Junggeselle mit den Gewohnheiten 
einer alten Jungfer war, der sein Haus nur verließ, um der Militär 
musik zuzuhören, ein geduldiger Schreiber, der sich zwang, jeden 
Tag die gleiche Anzahl Seiten fertig zu stellen, und einen stillen 
Teilhaber erwartete, der niemals kam. 
Außer diesen beiden Hauptvertretern enthält der Assozialismus 
uoch andere Namen. Wir werden von Louis Blanc und an zweiter 
Stelle von Leroux und Gäbet zu sprechen haben. 
I. 
Robert Owen. 
Unter allen Sozialisten erscheint Robert Owen als eine be 
sonders originelle und sogar einzigartige Persönlichkeit. M o kann 
man einen anderen finden, der wie er ein großer Fabrikherr, ein 
«businessman“, einer der Industriekönige seiner Zeit gewesen ist? 
Und doch war der Sozialismus Owen’s nicht nur die Philanthropie 
bus guten Arbeitgebers. Freilich war er durchaus kein revolu 
tionärer Sozialist: er w'eigerte sich, an der chartistischen Bewegung 
teilzunehmen, die uns heute recht harmlos erscheinen w'ürde J ). Er 
’) Obgleich der Chartismus eine Arbeiterbewegung war, die von der W orking 
™ en ’s Association geleitet wurde (1836—1839), so waren doch die Forderungen 
der berühmten Charter ausschließlich politisch. Die Hauptforderung war das all 
gemeine Wahlrecht.
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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