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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Gegner
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

Kapitel IV. Friedrich List und die nationale Volkswirtschaftslehre. 317 
wirklichnng der optimistischen Voraussagungen List’s über die not 
wendige Befruchtung der Landwirtschaft durch die Industrie ver 
hindert hat. Die modernen Zolltarife, die zur gleichen Zeit die 
landwirtschaftlichen und die industriellen Produkte umfassen, setzen 
eine ganz andere Schntzzollidee voraus, als List sie hatte. Für ihn 
sollte sich der Schutzzoll auf gewisse Hauptzweige der nationalen 
Produktion beschränken, auf die Hanptindnstrien, von denen die 
anderen ihren Saft ziehen, wie Zweige aus dem Ast 1 ). Hierdurch 
allein kann die Ausnahmestellung, die man ihnen gewährt, gerecht 
fertigt werden. Diese rein praktische Auffassung sucht im Schutz 
zoll nur einen energischen Ansporn und ein Mittel des Fortschritts. 
Ein Tarif jedoch, der gleichmäßig alle Unternehmungen schützt, der 
zwischen befruchtenden und befruchteten Industrien keinen Unter 
schied mehr macht, und der zur gleichen Zeit alle Preise erhöht, hat 
als einzige Wirkung, jeden Produzenten auf der einen Seite das ver 
lieren zu lassen, was er ihm auf der anderen gibt. Ihre gegenseitige 
Lage bleibt dieselbe wie vorher, und der Tarif erscheint nicht mehr 
als ein Mittel, ihre produktiven Kräfte anzuspornen, sondern als ein 
allgemeines Verteidigungsmittel der fremden Konkurrenz gegenüber. 
Er ist ausgeprägt konservativ und furchtsam. 
In Wirklichkeit sind nun Zolltarife niemals die Anwendung einer 
wirtschaftlichen Doktrin. Sie sind das Ergebnis eines Kompromisses / 
zwischen mächtigen Interessen, die oft nichts mit dem Allgemein 
interesse gemein haben, und dann spielen auch politische, finanzielle 
nnd wahltaktische Rücksichten bei ihrer Aufstellung eine oft über 
wiegende Rolle. Wir müssen daher in einer anderen Richtung, nicht 
in den bestehenden Zolltarifen, sondern in den späteren Doktrinen, 
die Spuren der schutzzöllnerischen Gedanken List’s suchen (wenn 
sie überhaupt irgendwo zu finden sind). 
Das einzige vollständige Schutzzollsystem, das seit List ans 
Tageslicht getreten ist, ist das des Amerikaners H. C. Carey 2 ). In 
seinen ersten Büchern war Caeey Freihändler, bis er sich 1848 zum 
Schutzzoll bekehrte.. Die in seinem großen Werke Principles of 
') Nat. Syst. Ausg. Cotta, S. 261—262. „Auch ist es keineswegs erforderlich, 
a t alle Industriezweige auf gleiche Weise beschützt werden. Besonderen Schutz 
erfordern nur die wichtigsten Zweige, zu deren Betrieb große Anlags- und Betriebs- 
apitale, viele Maschinerie, also viele technische Kenntnisse, Geschicklichkeiten und 
bungen nnd viele Arbeiter erfordert werden und deren Produkte unter die ersten 
Hensbedürfnisse gehören, folglich in Beziehung auf ihren Totalwert wie auf die 
Nationale Selbständigkeit von der größten Wichtigkeit sind, wie z. B. die Wollen-, 
aumwollen- und Leinenfabriken usw. Werden diese Hauptzweige gehörig beschützt 
, . a usgehildet, so ranken alle übrigen minder bedeutenden Manufakturzweige auch 
61 geringerem Schutz an ihnen empor.“ 
2 ) Betreffs Cabey, siehe unten, Buch III.
	        

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Die Theorie Der Volkswirtschaft. Verlag von Arthur Kade, 1912.
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