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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Buch. Der Liberalismus
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

416 
Drittes Buch. Der Liberalismus. 
Wenn nun auch Stuart Mill den Nationalisten durch seine 
Theorie den Weg geöffnet hat, so muß man doch anerkennen, daß er 
seihst dem Freihandel völlig treu geblieben ist* Ausgenommen in 
dem Fall von entstehenden Industrien verwirft er sehr energisch 
alle und jede Schutzzölle."^ „Sie wirken nur bösartig ... Sie hindern 
eine Ersparnis an Arbeit und Kapital, deren Ertrag, wenn man ihre 
Verwirklichung gestattete, in irgendeinem Verhältnis zwischen dem 
Land, das einführt, und den Ländern, die die Erzeugnisse des ein 
führenden Landes kaufen, verteilt werden würde 1 ).“ 
Wie man weiß, war die freihändlerische Doktrin nicht, wie die 
anderen Theorien der klassischen Schule, im Bereich der Spekulation 
verblieben, sondern hatte eine der bedeutendsten Bewegungen der 
Wirtschaftsgeschichte hervorgerufen und das berühmte Gesetz vom 
25. Juni 1846 schaffen helfen, das die (englischen) Getreideeinfuhr 
zölle abschaff'te. Diesem Gesetze folgten eine Reihe weiterer, die die 
Zollschranken, eine nach der anderen, niederwarfen. Um dies zu er 
reichen, war es nötig gewesen, die Beredsamkeit eines RrcHAED Cobden, 
eines John Beight und vieler anderer in den Dienst der Lehre vom 
„free-trade“ zu stellen; war es nötig gewesen, 1888 die National 
Anti-Corn Law League zu gründen; war es nötig gewesen, 10mal 
vom Parlament zurückgewiesen zu werden, den Minister Robbet Peel 
und den Herzog von Wellington zu bekehren; und all dies wäre 
vielleicht ohne die schlechte Ernte und die drohende Teuerung von 
1845 vergeblich geblieben. — Dieser bewunderungswürdige Kampf tat 
jedoch mehr für den Triumph der liberalen wirtschaftlichen Schule 
und für die Verbreitung ihrer Ideen als die gelehrtesten Beweis 
führungen ihrer Meister. Man weiß, daß eine ähnliche, von Bastiat 
in Frankreich hervorgerufene Bewegung fehlschlug, und daß man 
14 Jahre warten mußte, ehe derselbe Cobden und Michel Chevalibe 
den Vertrag von 1860 durchsetzen konnten. Und dieser Vertrag be 
ruhte letzten Grundes nur auf einem persönlichen Willensakt Napo 
leons III. Hierüber machte sich Cobden auch keine falschen Vor 
stellungen, denn er sagte, daß neun Zehntel aller Franzosen dieser 
Reform feindlich gegenüber ständen. 
§ 2. Das individualistisch-sozialistische Programm 
Stuaet Mill’s. 
Im vorstehenden haben wir die um die Mitte des XIX. Jahr 
hunderts herrschende Lehre der klassischen Schule dargestellt, die 
0 Prinoiples, franz. Übers. S. 293. Und doch müssen diese Zölle im allgemeinen 
die Nachfrage des Einfuhrlandes beschränken und infolgedessen müßten sie gerade nach 
der Formel Mill’s das Gleichgewicht des Austausches zu seinen Gunsten verändern.
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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