Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Buch. Die Abtrünnigen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

Kapitel IV. Die auf dem Christentum beruhenden Lehren. 581 
Beide verwerfen das hedonistische Prinzip des persönlichen Interesses, 
insoweit es das bestimmende Prinzip der wirtschaftlichen Tätigkeit 
sein soll. Sie verurteilen das Geld, das der Mensch als Mittel ge 
braucht, um seinesgleichen zu erniedrigen und zu versklaven 1 ), und 
sie predigen eine Rückkehr zur Handarbeit als dem mächtigen Hebel 
der Befreiung und Wiedergeburt. Doch unterscheiden sie sich in 
Hinsicht auf ihre Auffassung der zukünftigen Gesellschaft, die nach 
Ruskin aristokratisch, ritterlich, heroisch sein muß, während sie nach 
Tolstoi gleichheitlich, kommunistisch und ländlich sein soll; der eine 
sieht sie mit dem Auge des Ästheten, und der andere mit dem eines 
Muschik; der eine wünscht vor allem Helden, der andere vor allem 
Heilige. 
Hier müssen wir auch Thomas Caklyle erwähnen, den Verfasser, 
außer zahlreichen anderen Werken, einer Geschichte der fran 
zösischen Revolution (1837) und des berühmten Buches: 
Heroen und Heroenverehrung. Chronologisch etwas jünger 
als die beiden Autoren, die wir eben erwähnt haben, hat er in der 
Geschichte der wirtschaftlichen Doktrinen einen noch größeren Ein 
fluß ausgeübt, und wenn man ihn auch nicht unter die christlichen 
Sozialisten rechnen kann, da er eher der Familie der Individualisten 
von der Art eines Nietzsche und Ibsen zugehört, so läuft doch sein 
Einfluß mit dem Ruskin’s parallel. Ihre Anklagen gegen die be 
stehende wirtschaftliche Ordnung antworten sich wie Echos oder viel 
mehr wie die Wechselgesänge der Chöre in den antiken Tragödien 2 ). 
Caeltle hat am heftigsten gegen die liberale klassische Schule 
Sturm gelaufen. Er war es, der die politische Ökonomik, wenigstens 
so wie sie zu seiner Zeit gelehrt wurde, als die dismal Science 
(die unheilbringende Wissenschaft) an den Schandpfahl nagelte. Er 
War es, der ihre Abstraktion des Homo oekonomicus mit Spott über 
schüttete und die folgende Definition der Rolle ihres Staates 
gab: Anarchie plus Polizei (anarchy plus constable). Er war es, der 
das laisser-faire für bankerott erklärte 3 ). 
>) Siehe Fors Clavigera passim. Ebenso Tolstoi: „Das Geld ist nur ein 
konventionelles Zeichen, daß das Hecht oder besser die Möglichkeit gibt, sich der 
Arbeit anderer zu bedienen.“ Wenn übrigens das Geld allmächtig ist, um die Armen 
a uszubeuten, so ist es doch vollständig ohnmächtig, ihnen Gutes zu tun. Siehe die 
merkwürdige Ausführung dieses Gedankens in dem Buche „Was tun?“ 
2 ) „Dreimal verflucht, dreimal ruchlos ist die Lehre der Oekonomisten: — Suche 
zuerst deinen eigenen Vorteil, der zum Schluß der Vorteil aller sein wird! Unser 
Meister hat das nicht gesagt . . .“ (Euskin, Crown of wild olive, II). 
3 ) Besonders in der berühmten Stelle: „Sie (die Oekonomik) wirft ihr philo 
sophisch-politisch-wirtschaftliches Senkblei in das Meer der menschlichen Leiden. 
Wenn sie uns dann mitgeteilt hat, wie tief und unendlich groß der Abgrund ist, 
Metet sie uns als einzigen Trost, daß der Mensch nichts dagegen tun kann, — außer 
dabei zu stehen und neugierig das Wetter zu beobachten und dem Spiel der natürlichen
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the first letter of the word "tree"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.