Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

Kapitel III. Die Solidaristen. 
685 
die sich nicht bei ihnen einreihen lassen wollen, aufzuzwingen, die 
Verfolgung der „Gelben“, die Entwicklung jener Streiks, die man 
bezeichnend „Solidaritäts-Streiks“ und in England „Sympathie-Streiks“ 
nennt, bilden eine der interessantesten Seiten der gewerkschaftlichen 
Bewegung. 
Und dann die Mutualisten! Sie berufen sich am häufigsten und 
lautesten auf die Solidarität x ). Dies ist auch verständlich, denn ihre 
Aufgabe ist der Kampf gegen das Übel in allen seinen Formen, Krank 
heit, Invalidität, Alter, Arbeitslosigkeit und Tod: gerade im Unglück 
empfinden die Menschen am lebhaftesten das Bedürfnis, sich einer auf 
den anderen zu stützen. Trotzdem ist aber die Solidarität, die die 
Mutualisten vereinigt, nicht sehr fest, genügt keinesfalls um sie 
dazu zu bewegen, beträchtliche Opfer zu bringen. Sie benutzen die 
Solidarität hauptsächlich dazu, um den Staat, die Gemeinden oder 
die Ehrenmitglieder aufzufordern, für sie zu bezahlen * 2 ), und heute 
verlangen sie vom Staat, ihnen die Verwaltung der Arbeiterver 
sicherung zu übertragen, und ihnen die Aufgabe der Verteilung der 
Subventionen zu überweisen. Da übrigens die Anhänger dieser Ge 
sellschaften auf Gegenseitigkeit sich größtenteils unter den Ange 
stellten und den Mittelklassen finden, haben sie keine irgendwie 
revolutionär gerichteten Neigungen und auch nicht den geringsten 
Plan einer sozialen Reorganisation. 
Vor allen ist es das Genossenschaftswesen, das infolge seines 
umfassenden und vielseitigen Programmes das Recht hat, sich als 
die Verwirklichung des Solidarismus zu geben. 
Doch zeigt die Kooperation zwei charakteristische Formen, und 
zwar auf Grund von gänzlich verschiedenen Programmen, deren End 
ziele weit auseinander liegen. 
1) Bei Gelegenheit eines Festmahles von 30ODO Mutualisten war die erste Seite 
einer Pariser Morgenzeitung in riesigen Buchstaben überschrieben : Die Apotheose der 
Solidarität! 
2 ) Die Mutualisten sind so von der Solidarität eingenommen, daß sie entrüstet 
dagegen protestieren, wenn sie zufällig bei sich das Wort Wohltätigkeit oder 
Nächstenliebe hören. Ein jeder, so sagen sie, verlangt nur, was rechtens sein ist; 
es ist das genau die These LiSon Bourgeois’. Trotzdem aber verlangte die Zeitung: 
L’Avenir de la Mutualite (Februar 1909) für die Gesellschaften gegenseitiger 
Hilfe (Societes de secours mutuels) das Recht, Lotterien und Tombolas zu veranstalten, 
indem sie sich auf den Text des Gesetzes vom 21. Mai 1836 stützte, das Lotterien 
„Werken vorbehält, die sich ausschließlich mit der Wohltätigkeit befassen“. Und 
die Zeitung L’Avenir de la Mutualite zögerte zur Rechtfertigung ihrer For 
derung nicht‘mit dem Zugeständnis, daß die Gesellschaften gegenseitiger Hilfe „einen 
nicht auf Gegenseitigkeit beruhenden Einschlag von Wohltätigkeit zulassen . . ., den 
man ganz mit Recht mit dem höheren modernen Prinzip der sozialen Solidarität in 
Verbindung bringt, der aber nichtsdestoweniger die Anwendung der im Gesetz von 
1836 angeführten Vergünstigung rechtfertigt“.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.