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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch. Die Begründer
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

58 
Erstes Buch. Die Begründer, 
Kapitel II. 
Adam Smith. 
Trotz der Originalität und der Wucht ihrer Gedanken waren 
die Physiokraten doch kaum mehr als Vorläufer. Der wirkliche 
■Schöpfer der modernen Nationalökonomie ist, wie allseitig anerkannt 
wird, Adam Smith 1 ). Sobald als 1776 sein großes Werk, / Enquiry 
') Das Leben Adam Smith’s enthält nichts besonderes. Es läßt sich in der 
Geschichte seiner Arbeiten, seiner Tätigkeit als Professor, und in der seiner Freund 
schaften Zusammenflüssen. Seine Vertrautheit mit dem Philosophen Hume ist be 
rühmt. Smith wurde in Kirkcaidy in Schottland am 5. Juni .1223 geboren. Er 
studierte an der Universität Glasgow von 1737 bis 1740, wo sein Lieblingslehrer der 
Philosoph Francis Hutcheson war. Von 1740 bis 1746 lebte er in Oxford, um seine 
Studien zu beenden, und arbeitete dort für sieh. Das intellektuelle Niveau dieser 
Universität war zu dieser Zeit das denkbar niedrigste, und die meisten der Professoren 
hielten nicht einmal Vorlesungen. Nach Schottland zurückgekehrt, las er in Edinburgh 
zwei freie Kollegien, eins über englische Literatur und das andere über National 
ökonomie; in diesem letzteren verteidigte er schon die Prinzipien der Handelsfrei 
heit. Im Jahr 1751 wurde er zum Professor für Logik in Glasgow ernannt, das 
damals eine der berühmtesten europäischen Bildungsstätten war. Aber schon 
am Ende des gleichen Jahres übernahm er die Professur für moralische Philosophie, 
die die vier Fächer der natürlichen Theologie, der Ethik, der Jurisprudenz und der 
Politik umfaßte. Er blieb bis 1764 als Professor in Glasgow. 1759 veröffentlichte 
er seine Theorie der moralischen Gefühle, die ihm schnell große Beachtung 
erzwang. 1764, 40 Jahre alt, gab er die Professur auf und begleitete den jungen 
Herzog von Buccleugh, Stiefsohn des berühmten Staatsmannes Charles Townshend, 
auf einer Auslandsreise. Diese Keisen nahmen für die jungen Adligen oft die Stelle 
eines Universitätsstudiums ein, das in England auf ein recht niedriges Niveau ge 
sunken war. Für A. Smith war der Vorteil dieser Stellung (800 Pfund Sterling i® 
Jahr bis an sein Lebensende) bei weitem größer, als sein Einkommen als Professor- 
Die Reise dauerte von 1764 bis 1766 und führte ihn unter anderem auf anderthalb Jahre 
nach Toulouse, zwei Monate nach Genf, wo er mit Voltaire zusammentraf, und zehn 
Monate nach Paris. Hier fand er Anschluß an die Physiokraten (besonders an Tuhgot) 
und an die Enzyklopädisten. — In Toulouse begann er seine Untersuchungen übe r 
den Völkerreichtum. Nach Schottland zurückgekehrt, ließ er sich 1767 ® 
Kirkcaldy bei seiner Mutter nieder, um sich einzig dieser Arbeit zu widmen. 1778 w 81 
das Werk ungefähr beendet. Aber Smith ging nach London, und das Buch, das dl® 
schon große Berühmtheit des Verfassers krönte, erschien erst drei Jahre später. ^ 
Januar 1778 wurde Smith zum Zollkommissar, einem sehr hohen Posten, in Edinburgh 
ernannt, wo er bis zu seinem Ende, 1790, blieb. 
Alles was wir vom Charakter Smith’s wissen, zeigt ihn als einen äußerst fei®' 
fühligeu Menschen. Die legendäre Professorenzerstreutheit -war ihm durchaus nick* 
fremd. Seine politische Meinung brachte ihn in Berührung mit den Whigs In religiös 
Hinsicht huldigte er dem deistischen Rationalismus, der im 18. Jahrhundert so häufig 
war, und dessen bekanntester Vertreter Voltaire (den A. Smith sehr bewunderte) W®, r ' 
Lange war die einzige Lebensbeschreibung A. Smith’s, die wir besaßen, ^ 
Abhandlung Dugald Stewaet’s: Accounts of the Life und WritingS 0
	        

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Die Theorie Des Geldes. Fischer, 1883.
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