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Der Wirtschaftskampf der Völker und seine internationale Regelung

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftskampf der Völker und seine internationale Regelung

Monograph

Identifikator:
1013266285
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-23296
Document type:
Monograph
Author:
Lenz, Adolf http://d-nb.info/gnd/11764000X
Title:
Der Wirtschaftskampf der Völker und seine internationale Regelung
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Verlag von Ferdinand Enke
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 315 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Kapitel. Die Beendigung des Wirtschaftskrieges
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftskampf der Völker und seine internationale Regelung
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Der Kampf des wirtschaftlichen Imperialismus
  • Zweites Kapitel. Der Wirtschaftskrieg im engeren Sinne
  • Drittes Kapitel. Das Wesen des Wirtschaftskampfes
  • Viertes Kapitel. Die Beendigung des Wirtschaftskrieges
  • Fünftes Kapitel. Die internationale Regelung des Wettbewerbes der Völker

Full text

Die Regelung des Wirtschaftskrieges nach den Vorschlägen usw. 131 
direkte Ausfuhrprämien an der Herabsetzung der Preise und der Aneig 
nung der fremden Märkte mitwirke. Daneben wird es noch als H a n d e 1 s- 
spionage bezeichnet, wenn die in Frankreich errichteten Handels 
auskunftsstellen den Deutschen und Österreichern die Möglichkeit böten, 
sich über die Handels- und Industrielage gleichartiger Unternehmen, über 
ihre Zahlungsfähigkeit und ihren Bedarf an Rohstoffen und Materialien 
auf dem laufenden zu erhalten. Gewisse Berufe, beispielsweise die des 
Bankiers oder Börsenmaklers erlaubten den Deutschen und Österreichern 
sich in die französische Finanzorganisation „einzumischen“. Er 
wähnt werden aber auch loyale Ursachen der deutschen Überlegenheit; 
bessere Organisation, billigere Transportmittel, billigere Brennstoffe, 
bessere und zahlreichere Wasserwege, bessere Ausnutzung der Neben 
produkte, serienweise Massenfabrikation, Anhäufung von Warenvorräten 
und anderes. 
Insbesondere verwies Clementel darauf, daß Deutschland sich 
in der Rohstoffversorgung zum Herrn über ausländisches Erz 
gemacht habe, die es vom Ausland beziehe, aber im Inland verarbeite. 
Es verarbeite Zink aus Australien, Bauxit aus der Provence, Asbest aus 
Rußland oder Schottland. 
Die Monopole, die Deutschland z. B. auf dem Weltmärkte in der 
Farbstoffindustrie, dem es 87 % aller Farbstoffe zuführe, besitze, seien 
vielfach durch den Zusammenschluß besonders kapitalkräftiger Kartelle 
entstanden. Das Kartell der Farbstofffabriken z. B. sammle sich um die 
badischen Anilin Urb werke: es habe ein Kapital von mehr als einer Mih 
liarde. Deutschland erstrebe die Kontrolle über gewisse Rohstoffe, 
besonders Metalle. 
Hinsichtlich der beiden letztgenannten Methoden des wirtschaft 
lichen Angriffes wird auch der Rechtsgrund angegeben, aus dem die 
behauptete Rechtswidrigkeit abgeleitet wird. „Die freieVerfügung 
über Rohstoffe ist ein wichtiger Faktor für die Wirtschaftskraft einer 
Nation und die Verbündeten sind entschlossen, die einem Lande unbedingt 
notwendigen Rohstoffe nicht mehr anderen zu überlassen.“ In dieser 
Äußerung Clementeis zeigt sich ein Ansatz zur Bewertung des 
wirtschaftlichen Wettbewerbes der Völker vom imperialistischen 
Standpunkte aus, weil in ihr dessen Forderung einer inländischen 
Verwertung von Rohstoffen hervortritt. 
Schließlich wird darauf hingewiesen, daß auch die Art der mili 
tärischen Kriegführung der wirtschaftlichen Vorherrschaft Deutsch 
lands nach dem Kriege dienen solle. So hätten nicht nur im Kriegs 
gebiete, sondern auch im besetzten Gebiete die Fabriken zur Herstellung 
des Kriegsbedarfes für die Mittelmächte gearbeitet; Fabriken, deren Er 
zeugnisse mit der deutschen Industrie konkurrieren könnten, seien voll 
ständig ausgeraubt worden. Man habe nicht nur die Rohstoffe weg
	        

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Der Wirtschaftskampf Der Völker Und Seine Internationale Regelung. Verlag von Ferdinand Enke, 1920.
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