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Vieh und Fleisch in der deutschen Kriegswirtschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Vieh und Fleisch in der deutschen Kriegswirtschaft

Monograph

Identifikator:
1016561377
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-85201
Document type:
Monograph
Author:
Spann, Othmar http://d-nb.info/gnd/118615904
Title:
Tote und lebendige Wissenschaft
Edition:
Zweite, stark vermehrte und durchgesehene Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1925
Scope:
XV, 172 Seiten
Digitisation:
2019
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Vieh und Fleisch in der deutschen Kriegswirtschaft
  • Title page
  • Contents
  • I. Die Entwicklung der Viehbestände während des Krieges und die hierauf bezüglichen behördlichen Maßnahmen / von Kgl. Bayerischem Tierzuchtinspektor Dr. Niklas
  • II. Gründung und Organisation der Reichsfleischstelle / von Geh. Regierungsrat von Schlieben
  • III. Die Bewirtschaftung von Vieh und Fleisch durch die Reichsfleischstelle / von Geh. Regierungsrat Prof. Dr. von Ostertag, Kgl. Württembergischem Oberamtmann Scholl, Kgl. Bayerischem Tierzuchtinspektor Dr. Niklas
  • IV. Die Bewirtschaftung und Verbrauchsregelung für Vieh und Fleisch im Kommunalverbande / von Stadtrat Dr. Hans Krüger, Dresden, Mitglied des Vorstandes des Kriegsernährungsamtes
  • V. Schlachtvieh- und Fleischpreise. Feststellung des angemessenen Spannungsverhältnisses zwischen Vieh- und Fleischpreis / von Oberamtstierarzt Dr. Mayer

Full text

39 
aufgefaßt werden kann“. Den Einwand, daß auch die Natur zur 
Hervorbringung eines Gutes Kosten hat, weist er zurück mit der Be 
hauptung, daß die Kraft der Natur unzerstörbar sei. Dies ist in der 
eben angeführten allgemeinen Form zweifellos richtig, doch fragt es 
sich noch sehr, ob die Kraft der Natur auch in jeder Richtung, die 
von Wichtigkeit für den Menschen sein kann, unzerstörbar ist. Und 
dies ist sicher zu verneinen. Um nur ein Beispiel anzuführen: Es 
ist Tatsache, daß die Zahl der Pelztiere seit den letzten Jahrzehnten 
in reißender Abnahme begriffen ist, und daß die Zeit nicht mehr 
allzu fern sein kann, wo deren gänzliches Aussterben befürchtet werden 
muß. Und ähnlich steht es mit vielen Bodenschätzen, wie Kohle, 
Erze u. ä., deren Gewinnung schließlich, wenn auch nach langer Zeit, 
doch einmal ihrem Ende entgegengehen muß. Die Kraft der Natur 
ist in dieser bestimmten Richtung offensichtlich nicht unzerstörbar, 
und die Menschheit wird es sicher bedauern, daß die Natur nicht 
einen Teil ihrer Kraft, den sie zur Bildung der unendlichen, nie auf 
zubrauchenden Menge Gestein verwandt hat, nicht lieber zur Unter 
haltung einer größeren Menge Pelztiere benutzt hat. Es ist also doch 
wohl nicht unberechtigt, in dieser Hinsicht von Aufwand und Kosten 
auch bei der Natur zu sprechen. Dasselbe ist es, wenn Rodbertus 
einige Zeilen weiter unten sagt: „das Material ist kein Aufwand, den 
der Mensch für das Gut macht, Kosten des Gutes sind aber nur die 
jenigen , welche e r hat.“ Ich glaube mit dem oben angeführten 
Beispiel gezeigt zu haben, daß auch die Kosten der Natur bei der 
Produktion eines Gutes von höchster Wichtigkeit sind. Es ist die gänz 
liche Verkennung des Seltenheitsmomentes, die ihn dann auch weiterhin 
aus seiner Behauptung, die Natur habe keinen Aufwand und keine 
Kosten, sofort die Folgerung hat ziehen lassen, daß sie in diesem 
Falle auch keine Werte schaffen könne. Wir haben bei Mill gesehen, 
daß es gerade die Beschränktheit der Menge, in der manche Natur 
gaben vorhanden sind, ist, die wertschaffend wirkt. 
Nachdem wir so der Natur zu ihrem Rechte verholfen haben, 
können wir auch dem Kapital die ihm gebührende Stellung wieder 
durch eine kritische Beleuchtung der Auffassung von der größeren und 
geringeren Produktivität der Arbeit verschaffen. Rodbertus hatte den 
Anteil, den das Kapital an der Hervorbringung der Güter hat, damit 
ab tun wollen, daß die Arbeit des Menschen je nach dem, ob sie sich 
Kapital zu Hilfe nähme oder nicht, mehr oder weniger produktiv sei. 
Er führt als Analogie dazu an, daß ganz dieselbe Arbeitsmenge auf 
fruchtbarerem oder weniger gutem Boden eine sehr verschiedene
	        

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Abriss Einer Geschichte Der Theorie von Den Produktionsfaktoren. G. Pätz’sche Buchdr. Lippert & Co. G.m.b.H., 1911.
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