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Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

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Bibliographic data

fullscreen: Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

Monograph

Identifikator:
1016561377
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-85201
Document type:
Monograph
Author:
Spann, Othmar http://d-nb.info/gnd/118615904
Title:
Tote und lebendige Wissenschaft
Edition:
Zweite, stark vermehrte und durchgesehene Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1925
Scope:
XV, 172 Seiten
Digitisation:
2019
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Bemerkungen zu Max Webers Soziologie
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche
  • Title page
  • Contents
  • I. Allgemeine Vorbemerkungen
  • II. Charakter und Entwicklung der "Deutschen Ehrentafel"
  • III. Allgemeines und Spezielles über Entwicklung und Stand der Wohlfahrtspflege
  • IV. Ergebnisse und Schlußbemerkungen
  • [Beiträge]

Full text

ÜMH 
12* Alexanderwerk A. von der Nahmer, Akt.-Ges., Remscheid. 
zu sein. Die Prämien für die durch Vermittlung der Verwaltungsstelle abgeschlossenen 
Versicherungen werden bei den jeweiligen Löhnungen in Abzug gebracht und bei Not 
lagen zwecks Aufrechterhaltung der Versicherung von der Firma in Form von Vorschüssen 
vorgestreckt oder von der Wohlfahrtskasse bezahlt. Auch sind Arbeitern, welche zugunsten 
bzw. zur Sicherstellung der Firma eine Versicherung abschlossen, Darlehen zum Bau eines 
eigenen Hauses zu mäßigem Zinsfuß zur Verfügung gestellt worden. Bis zum 31. Dezember 
1912 hat die Verwaltungsstelle 56 Versicherungen mit einer Gesamtversicherungssumme 
von 120 870 M. abgeschlossen, deren Gesamtjahresprämie sich auf 5066,32 M. beläuft. 
MÄDCHENHEIM. Da es der Betriebsleitung nicht gelang, die jeweils erforderliche 
Anzahl von weiblichen Arbeitskräften in Remscheid oder dessen näherer Umgebung zu 
beschaffen, so war sie genötigt, auswärtige Arbeiterinnen — wenn auch in beschränkter 
Anzahl — heranzuziehen. Um diesen Arbeiterinnen Gelegenheit zu billigem Unterkommen 
und preiswerter, guter Beköstigung zu geben und sie den großen Mißständen zu entziehen, 
die das Schlafstellenwesen mit sich bringt, wurde von der Firma im August 1908 ein Mäd 
chenheim eröffnet. Das Heim, das Unterkunft für 21 Arbeiterinnen bietet, war in den letzten 
Jahren ständig besetzt. Für Kost und Logis sind täglich 85 Pf. zu entrichten; die ent 
sprechenden Beträge werden jeweils bei den I4tägigen Löhnungen in Abzug gebracht. Für 
die Aufrechterhaltung von Ordnung und Sitte im Heim ist eine Hausordnung erlassen, 
für deren gewissenhafte Handhabung der Verwalter und dessen Ehefrau verantwortlich sind. 
MILCHAUSSCHANK. Zwecks Einschränkung des Alkoholgenusses während der Ar 
beitszeit und zur Förderung des Gesundheitszustandes der Arbeiter hat die Firma zu Be 
ginn des Jahres 1908 den Ausschank von Vollmilch in eigens dazu errichteten Schank 
häuschen aufgenommen. Durch vertragliche Vereinbarung mit einem benachbarten Guts 
besitzer ist dessen gesamte Milchproduktion von etwa 80-100 Liter täglich übernommen 
worden. Der Kuhbestand des Lieferanten ist einer regelmäßigen Kontrolle durch den 
Kreistierarzt unterworfen, der laut Abkommen sein Augenmerk noch besonders darauf 
zu richten hat, daß den modernen Anforderungen in hygienischer Beziehung (Fütterung 
und Pflege, Sauberkeit des Stalles und der Milchgewinnung, Aufbewahrung und Kühlung 
der Milch) Genüge geleistet wird. Auch sonst hat die Firma alle Vorkehrungen getroffen, 
die es ermöglichen, ihren Arbeitern eine in jeder Beziehung einwandfreie, stets frische 
und wohlschmeckende Vollmilch zu liefern. 
Die Milch wird während der Zeit von 8 y z —10 y 2 Uhr vormittags, von 12—1 Uhr 
mittags und von 3%—5 Uhr nachmittags, warm oder kalt zum Preise von 5 Pf. für y 4 , 
10 Pf. für ein halbes und 20 Pf. für ein ganzes Liter verabfolgt. — Der Umsatz betrug: 
1908: 29249, 1909: 24996, 1910: 25679, 1911: 23725 und 1912: 29920 Liter. 
KONSUMABTEILUNG. Durch die Konsumabteilung, die seit dem Jahre 1895 be 
steht, werden hauptsächlich Kolonialwaren aller Art in größeren Posten bezogen und 
zu den Selbstkosten an Angestellte und Arbeiter abgegeben. Der Umsatz betrug 1909: 
33258,09, 1910: 33420,69, 1911: 32388,87 und 1912: 35801,30 M. Zur Milderung der 
in den letzten Jahren herrschenden Fleischteuerung wurde der Verkauf frischer See 
fische (hauptsächlich Schellfisch und Kabeliau) unter den Selbstkosten aufgenommen. 
Im Jahre 1911/12 wurden davon für 4148,40 M. bezogen. 
Seit 1893 gibt die Firma Brennmaterialien zu den Selbstkosten an Angestellte 
und Arbeiter ab. Der Gesamtumsatz betrug 1907/08 : 18277,63, 1908/09: 19994,02, 1909/10: 
19394,12, 1910/11: 22185,58 und 1911/12: 22529,57 M. 
UNFALL-VERSICHERUNG. Sämtliche kaufmännischen und technischen Beamten 
sind auf Kosten der Firma außer bei der Berufsgenossenschaft auch bei einer privaten Ver 
sicherungsgesellschaft gegen Unfälle in- und außerhalb des Betriebes versichert. 
Ferner erhalten dieselben jährlich 8 -14 Tage Urlaub. 
Für den aus Arbeitern und Beamten bestehenden Werks-Gesangverein, welcher 
über 100 aktive und viele passive Mitglieder zählt, stellt die Firma den Dirigenten und die 
Noten. — Dasselbe gilt für die aus 28 Musikern bestehende Feuerwerks-Kapelle.
	        

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Money. King, 1929.
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