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Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

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Bibliographic data

Full text: Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Monograph

Identifikator:
1024339858
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-61868
Document type:
Monograph
Author:
Strupp, Karl http://d-nb.info/gnd/117677515
Title:
Grundzüge des positiven Völkerrechts
Place of publication:
Bonn
Publisher:
Ludwig Röhrscheid Verlag
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 251 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Volkswirtschaftspolitik (2.1902)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
  • Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
  • Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
  • Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
  • Abschnitt V. Armenwesen und Armenpflege

Full text

186 
Landesteilen ist ein Hin- und Herwandern der Bevölkerung” unver- 
meidlich, und die alte Schule meinte, dass durch die Herstellung der 
Freizügigkeit sich auch hier von selbst eine allgemeine Harmonie 
antwickeln würde. In der "That sollte man meinen, dass gerade hier 
das richtige Verständnis auch bei der Masse der Bevölkerung zu er- 
warten sei, und Jeder nur die alte Heimat zu verlassen geneigt sein 
werde, wenn dafür eine innere Notwendigkeit vorliegt; Auch lag die An- 
nahme nahe, dass es nicht schwer sei, den besten Ört, der insbesondere 
zünstigere wirtschaftliche‘ Bedingungen zu gewähren vermag, ausfindig 
zu machen, und dass hier also das Selbstinteresse zu Handlungen anrege, 
die auch der Gesamtheit am meisten zu gute kommen, Die neuere 
Zeit hat auch in dieser Beziehung Belege geboten, dass hierbei aus- 
gedehnte Fehlgriffe vorkommen, und auch die Freizügigkeit ihre Nach- 
Folgen der teile in sich schliesst, Häufig genug verschlechtern die Wandernden 
Freizügigkeit selbst ihre Lage und schädigen «die Produktionsverhältnisse dadurch, 
u oigen dass sie ihren persönlichen Neigungen folgend ihre bisherige Beschäf- 
alter tigung aufgeben. Es wird deshalb notwendig sein, diese Verhältnisse 
des Näheren zu untersuchen. 
Während der zweiten Hälfte des letzten. Jahrhunderts ist eine 
Bewegung in die Massen gekommen, welche die früheren Zeiten nicht 
gekannt haben und nicht kennen konnten. Sie ist in erster Linie 
dekanntlich durch das Eisenbahnnetz hervorgerufen, welches jetzt alle 
oivilisierten Länder umspannt und eine Verbilligung des Personen- 
verkehrs mit sich gebracht hat, durch welche die Freizügigkeit für die 
untere Bevölkerung erst zur Wahrheit geworden ist. Doch auch die 
gesetzliche Freizügigkeit ist ja in vollem Umfange, wie bekannt, in 
Deutschland erst 1867 erreicht. Hierdurch ist es möglich geworden 
eine Ausgleichung in den Löhnen und der Lebenshaltung herbeizuführen, 
welche den mehr: zurückgebliebenen Gegenden besonders zu Gute ge- 
kommen ist. Auf der anderen Seite wird dadurch die Konzentrierung 
der Industrie an den für sie geeignetsten Orten in besonderer Weise 
ermöglicht, die; wie wir früher sahen, besondere Vorzüge in sich schliesst, 
Unter unseren Verhältnissen erlangten die Arbeiter der östlichen Gegen- 
len höhere Löhne, die westlichen Gegenden dagegen verhältnismässig billige 
Arbeitskräfte. Damit ging aber zu gleicher Zeit Hand in Hand eine 
ntziehung der ländlichen Arbeitskräfte für die Landwirtschaft und 
ne übermässige Konzentrierung der Bevölkerung in einzelnen Städten, 
vesonders den Grossstädten, die man nicht ganz mit Unrecht als un- 
natürliche Wasserköpfe bezeichnet hat. Dieser übermässige Zudrang 
vom Lande in die Städte ist, abgesehen von der Wirkung der Eisen- 
oahnen, unter unseren Verhältnissen bedingt durch die schlechte Be- 
handlung, die der ländliche Arbeiter sehr allgemein noch heutigen 
Tages erfährt, die missachtete Stellung, die er noch, namentlich auf 
len grossen Gütern, einnimmt, während. die Arbeiterklasse sich in den 
Städten in der neueren Zeit eine weit bessere gesellschaftliche Position 
und Behandlung errungen hat. Sehr wesentlich tragen dann die 
mancherlei Vergnügungen der Städte zur Anlockung hei, die natur- 
gemäss für die jüngere Welt einen besonderen Reiz ausüben, und durch 
den Militärdienst, der die jungen Leute in die Städte führt, dann‘ durch 
die‘ Presse mit ihren Anpreisungen zur allgemeinen Kenntnis auch in 
lie entlegensten Gegenden gebracht werden. Die wachsende Wohlhaben- 
Zuzug in die 
Städte
	        

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Volkswirtschaftspolitik. Fischer, 1902.
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