Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Methodische Einführung in die allgemeine Wirtschaftsgeographie

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Methodische Einführung in die allgemeine Wirtschaftsgeographie

Monograph

Identifikator:
1028805233
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-44741
Document type:
Monograph
Author:
Dove, Karl http://d-nb.info/gnd/116190957
Title:
Methodische Einführung in die allgemeine Wirtschaftsgeographie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (51 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Contents

Table of contents

  • Arbeiterschaft und Kolonialpolitik
  • Title page
  • Kolonien als Einwanderungsgebiete
  • Die handels- und wirtschaftspolitische Bedeutung der Kolonien
  • Das Eingeborenenproblem
  • Braucht Deutschland Kolonien ?
  • Die Aufgaben der Internationale
  • Contents

Full text

Leider wird heute, auch in sozialistischen Kreisen, mit der 
Auswanderungspropaganda ein ziemlich gewissenloses Spiel 
getrieben. Selbst dünn besiedelte Länder, die reichlich Arbeits- 
gelegenheiten bieten, sind durchaus nicht immer ein absolut 
brauchbares Siedlungsland für europäische Arbeiter. In Kanada 
z. B., wo weite Strecken fruchtbaren Landes brach liegen, hat 
sich, wie auf der Konferenz der kanadischen Premierminister 
in Ottawa im November vorigen Jahres hervorgehoben wurde; 
die Einwanderungspraxis häufig der Regierungskontrolle ent- 
zogen und ist von den wirtschaftlichen Privatinteressen der 
Transportgesellschaften dirigiert worden, mit dem Erfolg, daß 
zeitweise Überlastung des Arbeitsmarktes eingetreten ist; der 
Einwanderungsminister selbst gab auf der genannten Konferenz 
zu, daß die Gesellschaften es an der „nötigen Sorgfalt in der 
Auswahl. und Unterbringung der Einwanderer haben fehlen 
lassen‘. . Das heißt mit anderen Worten, daß auch in den dünn 
besiedelten überseeischen Gebieten die privatkapitalistischen 
Gesellschaften ein Interesse:daran haben, sich eine industrielle 
Reservearmee zu schaffen. Innerhalb des kapitalistischen 
Systems ist der auswandernde Arbeiter nicht davor geschützt, 
Ausbeutungsobjekt von Agenten und Spekulanten zu werden 
und „als Versuchskaninchen zur Erprobung phantastischer 
Siedlungsprojekte unreifer Wirtschaftstheoretiker zu dienen“, 
wie selbst die „Frankfurter Zeitung“ nach den Erfahrungen in 
Kanada befürchtet. Um so unverständlicher, daß Sozialisten 
und Gewerkschaftsführer mit Hilfe der Auswanderung in kolo- 
niale Gebiete, die Deutschland „zurückerobern‘“ müsse, die 
soziale Frage lösen wollen. 
Sie bedenken offenbar auch gar nicht, daß sich der auswan- 
dernde Arbeiter völlig anderen wirtschaftlichen Bedingungen 
gegenüber befindet, als er sie aus der Heimat kennt, und daß er 
sich ihnen häufig nicht anzupassen vermag. Auch hier sei wie- 
der auf Kanada verwiesen, wo nach den vorliegenden Berichten 
auf zahlreichen Farmen verrostete. landwirtschaftliche Ma- 
schinen und Geräte gefunden wurden, die Enttäuschte, die den 
Mut verloren und ihre Felder im Stich gelassen haben, dort zu- 
rückließen. Ungeheuere Summen von Arbeitskraft und Ver- 
mögenswerten sind dort auf diese Weise nutzlos vergeudet 
worden. 
Auch die Siedlungsfrag e ist keineswegs so einfach zu 
lösen, wie es häufig in der Agitation dargestellt wird. Die so- 
genannten „Genossenschaftssiedlungen“ sind nach. übereinstim- 
menden Urteilen aller Sachkenner nur möglich, wenn „die Mit- 
glieder der Siedlung durch größtmögliche Primitivität der über- 
kommenen Wirtschaftsformen gewohnt sind, keinerlei Ansprüche 
auf einen gewissen Standard des Lebens zu erheben“.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Arbeiterschaft Und Kolonialpolitik. Laub, 1928.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many letters is "Goobi"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.