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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch. Die Begründer
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

Kapitel II. Adam Smith. 
101 
besitzer, wie die Kapitalisten „gern dort ernten, wo sie nicht gesät haben“, 
— er weist auf die Ungleichheit der sozialen Lage hin, die dem Arbeit 
geber bei der Festsetzung des Lohnes den Vorteil über den Arbeitnehmer 
gibt 1 ). — Zins und Rente sind, wie wir gesehen haben, an mehr als einer 
Stelle als Abzüge von dem Arbeitserträge dargestellt 2 ), so daß Smith 
wohl als der wahre Vorläufer des Sozialismus angesehen werden könnte. 
Er sträubt sich durchaus nicht, anzuerkennen, daß (ausgenommen in 
den Kolonien), Rente und Kapitalgewinn den Arbeitslohn aufzehren, 
und daß die beiden höheren Stände des Volkes den niederen unter 
drücken 3 ). 
Es ist um so wichtiger, diese Urteile zu verzeichnen, weil man oft 
annimmt, daß der Optimismus Smith’s sich ebenso auf die Verteilung 
als auf die Produktion erstrecke. Smith hat dazu einen viel zu gesunden 
Menschenverstand. J.-B. Say selbst drückt bis in die letzten Ausgaben 
seines „Traitö“ Zweifel an der Gerechtigkeit der Güterverteilung aus 4 ). 
In Wirklichkeit hat sich Smith mit dieser Frage nicht befaßt; erst später, 
als die Sozialisten auf die Bedeutung dieser Frage hingewiesen hatten, 
hat man als Reaktion dagegen die Auffassung von der Vortrefflichkeit 
der selbstentstandenen wirtschaftlichen Einrichtungen auch auf die 
Güterverteilung ausgedehnt. 
So darf daher der Optimismus Smith’s nicht mit dem der modernen 
Hedonisten, noch mit dem, den Bastiat späterhin zur Bekämpfung 
des Sozialismus konstruierte-, verwechselt werden. Er hat weder die 
wissenschaftliche Schärfe des ersten noch die apologetische Tendenz 
des zweiten. Er ist kaum mehr als der Wiederschein jener ein wenig 
kindlichen Vertrauensseligkeit, die das ganze 18. Jahrhundert der Güte 
der Natur entgegenbrachte, und ist mehr der Ausdruck eines tiefen Ge 
fühls als der Schluß aus einer scharf gefaßten Beweisführung. 
§ 3. Die wirtschaftliche Freiheit und die Theorie vom 
internationalen Handel. 
Das praktische Ergebnis des Naturalismus und des Optimismus 
Smith’s ist selbstverständlich die wirtschaftliche Freiheit. Sie ergibt 
b Völkerreichtum I, S. 37, B. I, Kap. VIII. Die Meister haben die Ober 
hand in diesen Streitigkeiten: 1. „da sie sich leichter verbinden können“; 2. da sie 
® s »viel länger aushalten können“ dank ihrer Hilfsmittel; „viele Arbeiter dagegen 
können nicht eine Woche, wenige nur einen Monat und kaum einer ein Jahr ohne Be 
schäftigung bestehen“. 
a ) Vgl. oben S. 86. 
3 ) Völkerreichtum II, S. 86, B. IV, Kap. VII, Teil 2, am Anfang. 
4 ) Say wirft betreffs der Arbeiterklasse die Frage auf: „Ist es wirklich so 
3 *cher, daß ihr Anteil am Erzeugnis ganz genau im Verhältnis zu dem 
Anteil, den sie an der Erzeugung nimmt, steht?“ (Traitö, Ausg. 6, S. 116).
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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