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Denkschrift betreffend die Neuregelung der handelspolitischen Beziehungen Deutschlands zu den Vereinigten Staaten von Amerika

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Bibliographic data

Object: Denkschrift betreffend die Neuregelung der handelspolitischen Beziehungen Deutschlands zu den Vereinigten Staaten von Amerika

Monograph

Identifikator:
1031936459
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-64150
Document type:
Monograph
Title:
Denkschrift betreffend die Neuregelung der handelspolitischen Beziehungen Deutschlands zu den Vereinigten Staaten von Amerika
Place of publication:
Berlin
Publisher:
[Mitteleuropäischer Wirtschaftsverein in Deutschland]
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (89 Seiten 4"(8"))
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
VI.
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

. 
'■ -r; . 
; 
20 
Erstes Buch. Die Begründer. 
Wieder erwachen der Schutzzollidee gewesen, so daß die freihänd- 
lerischen Physiokraten von dem Erfolg ihrer eigenen Lehre verraten 
wurden .... Es ist jedoch keineswegs sicher, daß sie nicht heute 
für einen landwirtschaftlichen Schutzzoll eintreten würden! Dies ist 
auch die Meinung des Nationalökonomen Oncken, der sie am ein 
gehendsten studiert hat 1 ). — 
Und wenn auch der Unterschied, den die Physiokraten zwischen 
Landwirtschaft und Industrie zu sehen meinten, größtenteils nur in 
ihrer Einbildung vorhanden ist, so bleibt es doch wahr, daß die Land 
wirtschaft durch ihre zweckvolle Auslösung der pflanzlichen und 
tierischen Kräfte des Lebens einzigartig dasteht. Und diese ge 
heimnisvolle Lebenskraft — vielleicht dieselbe, die die Physiokraten 
unter dem Namen Natur undeutlich zu erkennen glaubten — besitzt, 
selbst wenn man sie rein physisch-chemischen Kräften gleichsetzen 
will, besondere Eigenschaften, die die landwirtschaftliche Produktion 
von der industriellen unterscheiden; in mancher Hinsicht ist sie ihr 
unterlegen, weil ihr Ergebnis von Zeit und Raum abhängig ist, in 
anderer wieder ist sie ihr überlegen, weil sie allein jene, nur ihr 
innewohnende Eigenschaft besitzt: nämlich die zur Nahrung des 
Menschen nötigen Dinge hervorzubringen. Sie stellt daher gewaltige 
Probleme auf, die schon Malthus ankündigen. 
§ 3. Der Umlauf der Güte r. 
Die Physiokraten waren die ersten, die die Verteilung der Ein 
künfte in eine synthetische Theorie faßten. Sie haben zeigen wollen, 
— was sicherlich eine geniale Idee war — daß die Güter von selbst 
aus einer Klasse der Gesellschaft in die andere zirkulieren, daß sie 
kommen und gehen, indem sie stets den gleichen Kanälen folgen, 
deren Windungen die Physiokraten mit Erfolg nachgegangen sind. 
„Dieser Umlauf ist es“, sagt Tuegot, „dessen Beständigkeit das Leben 
des politischen Körpers ausmacht, gerade wie das Leben des tierischen 
Körpers vom Blutumlauf abhängt.“ — x 
Ein Gelehrter, wie Dr. Quesnay, der ein Buch über die tierische 
Ökonomie geschrieben hatte 2 ) und die damals noch ganz neue Ent 
deckung Haevey’s kannte, war gerade der richtige Mann, um diese 
biologische Idee auf die Soziologie anzuwenden. Er übertrug sie in 
sein Tableau economique, das nichts anderes als eine Veranschau- 
b Geschichte der National-Ökonomie, I. Teil: Die Zeit vor Adam 
Smith. Das Buch ist, wie das Müline’s: Die Rückkehr zum Boden (Le retour ä 
la Terre), obgleich schutzzöllnerisch, ganz mit dem Geiste der Physiokraten getränkt. 
2 ) Essai phyaique snr l’Economie animale, 1747.
	        

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Inlandskapital, Auslandskapital, Kriegstribute. Dt. Wiss. Buchhandlung, 1930.
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