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Das Hotel- und Gastgewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Das Hotel- und Gastgewerbe

Monograph

Identifikator:
1742732488
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-116734
Document type:
Monograph
Title:
Völkerbund, Die Weltwirtschaftskonferenz
Place of publication:
Berlin
Publisher:
[Reichswirtschaftsminist.]
Year of publication:
25. Juni 1927
Scope:
115 S.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Industrie
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Prostitution als soziale Klassenerscheinung und ihre sozialpolitische Bekämpfung
  • Title page
  • 1. Kapitel. Die Ehe und die Prostitution
  • 2. Kapitel. Die Prostitution als soziale Klassenerscheinung der Stadt
  • 3. Kapitel. Der soziale Schuldbetrag der Prostitution
  • 4. Kapitel. Die staatliche Reglementierung der Prostitution
  • 5. Kapitel. Krankenkasseneinrichtungen zur unentgeltlichen Behandlung Venerischer
  • 6. Kapitel. Die wohnungsgesetzliche Bekämpfung der Mißstände der Prostituiertenwohnungen
  • 7. Kapitel. Die Zerrüttung der Familie und die Prostitution Jugendlicher
  • 8. Kapitel. Fürsorge-Einrichtungen für Minderjährige als Schutzwehren gegen die Prostitution derselben
  • 9. Kapitel. Staatliche und kommunale Zufluchts- und Erziehungsstätten für erwachsene Prostituierte
  • 10. Kapitel. Die Prostitution der dienenden Klasse und ihre Eindämmung
  • 11. Kapitel. Die Prostitution als Klassenerscheinung und ihre Ueberwindung
  • Contents

Full text

56 
sucht wird, sind in Charlottenburg überwiesen: alle Prostituierten 
vom beginnenden 25. Lebensjahre bis zum vollendeten 34. Lebens 
jahre, soweit sie nicht der ersten Klasse zugeteilt sind. Der dritten 
nur alle vierzehn Tage untersuchten Klasse der Prostituierten werden 
unterstellt: die über 34 Jahre alten Prostituierten, soweit sie nicht 
in die erste Klasse eingereiht sind. Die Versetzung der Prostituierten 
von einer Klasse in die andere erfolgt durch Verfügung der Sitten 
polizei. 
Unter den Axtschlägen selbst der Anhänger der Reglementierung 
der Prostitution ist die sanitätspolizeiliche Kontrolle zusammen 
gebrochen Kein geringerer als Professor Neisser-Breslau, die erste 
Autorität auf dem Gebiete der Bekämpfung der Geschlechtskrank 
heiten, hat das folgende Vernichtungsurteil über das heutige sanitäts 
polizeiliche Kontrollsystem gefällt: „Die Kontrolle,'" so führte er in 
seinem Referate: „Nach welcher Richtung läßt sich die Reglemen 
tierung der Prostitution reformieren?" „die Kontrolle ist nur' eine 
Untersuchung, keine Behandlung; in Krankheitsfällen erfolgt jetzt 
eine sofortige, einer Verhaftung gleichende Ueberführung ins Kranken 
haus. Wegbleiben von der „Kontrolle" wird bei Gesunden mit Haft 
und sehr bald mit Ueberweisung an die Landespolizeibehörde be 
straft. Gerade die kranken Prostituierten, die naturgemäß die 
Ueberführung in ein Krankenhaus fürchten, entziehen sich deshalb 
dieser Kontrolle nach Möglichkeit und vagieren heimlich weiter,- oder 
sie verlassen die Stadt, um der zwangsweisen Internierung im 
Krankenhause zu entgehen. Die sanitäre Ueberwachung der unter 
Kontrolle gestellten Personen wird nicht in der Wesse ausgeführt, 
daß die Untersuchung auch nur einigermaßen eine Gewähr für die 
Nichtinfektiositäb der Untersuchten böte. Verhältnismäßig zu 
verlässig ist die Untersuchung auf Ulzerationen und Syphilis, ganz 
unzureichend aber mit Bezug auf die Trippererkrankungen. Der 
wesentlichste Grund für diese Unvollkommenheit ist der Mangel an 
Aerzten, die diese zeitraubende Untersuchung durchführen könnten. 
Da aber das Männerpublikum an einen Nutzen der ärztlichen 
Kontrolluntersuchungen glaubt, so steigert die Kontrolle geradezu die 
von den Prostituierten ausgehenden hygienischen Gefahren, indem 
sie Männer dazu verleitet, gerade Prostituierte, „weil sie unter 
Kontrolle stehen", zuin Geschlechtsverkehr zu benutzen." 
Professor Neisser fordert mit ganzem Nachdruck eine Reform 
der heutigen sanitätspolizeilichen Kontrolle der Prostitution an 
Haupt und Gliedern. Den Gegnern dieser Reglementation macht er 
so viele Zugeständnisse, daß man sich unwillkürlich fragt: Warum 
wirft denn Professor Neisser überhaupt nicht die Idee der Reglemen 
tation der Prostitution über Bord? 
Von der Reformbedürftigkeit unserer heutigen sanitäts- und 
sittenpolizeilichen Kontrolle der Prostitution ist auch Professor, Lesser 
ganz erfüllt, der zu den führenden Köpfen der „Deutschen Gesellschaft 
zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten" gehört. Reben der
	        

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Peach Culture in California. Univ. of Calif., 1930.
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