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Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer

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Bibliographic data

fullscreen: Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer

Monograph

Identifikator:
1753210836
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-128414
Document type:
Monograph
Author:
Nogaro, Bertrand http://d-nb.info/gnd/117039713
Title:
Modern monetary systems
Place of publication:
London
Publisher:
King
Year of publication:
1927
Scope:
XII, 236 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Part III. Monetary theory and its application in practice
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer
  • Title page
  • Contents
    Contents
  • I. Kapitel. Die Wirtschaft der Vereinigten Staaten
  • II. Kapitel. Aus dem sozialen Leben Amerikas
  • III. Kapitel. Die Gewerkschaftsbewegung in den Vereinigten Staaten
  • IV. Kapitel. Die Arberterbanken

Full text

Bei den Fahrstühlen ist es nicht nur die grössere Länge (Höhe) 
des Weges im Gegensatz zu unseren Verhältnissen, die das 
schnellere Tempo ermöglicht, es fährt auch der Fahrstuhl, der in 
jeder Etage hält, im allgemeinen etwas rascher, als das bei uns 
üblich ist. Der Unterschied ist im besonderen bei den Lastenfahr- 
stühlen ganz augenfällig. Bei uns gilt es — mit Ausnahme des 
Bergbaues — als eine Art Grundsatz, dass der Lastenfahrstuhl im 
Gegensatz zum Personenfahrstuhl sich langsamer zu bewegen 
habe. Demgegenüber sahen wir in Amerika, dass die Lastenfahr- 
stühle sich im Tempo von den Personenfahrstühlen kaum unter- 
schieden. Bei der Lastenbeförderung im Wolkenkratzerbau ist es so- 
gar eher so, dass das Tempo schneller ist als beim Personenfahr- 
stuhl. Die in primitiver Holzkonstruktion gleitende Fahrstuhlplatte, 
die das Material beim Bau der dreissig- und vierzigstöckigen 
Häuser nach oben schafft, hat ein Tempo, das dasjenige der 
Expressfahrstühle in den grossen Bürohäusern und Hotels er- 
reicht, mitunter sogar übertrifft. 
Nach dem gleichen Prinzip arbeiten alle Hebevorrichtungen. Wir 
sahen und beobachteten das Tempo der Ladebäume (nach diesem 
einfachen Konstruktionsgedanken sind in Amerika viele Krane ge- 
baut) auf den Bauten und die Hebe- und Transportvorrichtungen in 
der Industrie. Überall, wo das Drahtseil als Bewegungsmittel in 
Benutzung ist, wird eine beachtliche Geschwindigkeit eingehalten. 
Zum Teil ist naturgemäss die Möglichkeit der schnelleren Be- 
wegung aus dem längeren Transportweg (Höhe) zu erklären. 
Selbstverständlich gibt es in den Vereinigten Staaten auch 
Maschinen, an denen dem Beschäftigten keine Zeit zur Arbeits- 
bereitschaft und kaum Gelegenheit zum Aufatmen gegeben ist. 
Aber haben wir die gleichen Methoden bei uns nicht ebenfalls? Die 
Maschine neigt in der privatkapitalistischen Wirtschaft immer zum 
Sklavenhalter. 
An den Bändern, auf denen die frisch gegossenen Schokoladen- 
tafeln in Metallformen entlangwandern, an den Zigarettenmaschinen, 
am Kohlensortierband, an den Stanzen in Blechemballagefabriken 
ist in Deutschland der Arbeiter ebenfalls zur höchsten quantitativen 
Intensivierung der Arbeit gezwungen, zu einer Anspannung, die 
sich dem quantitativen Maximum nähert. 
Selbstverständlich haben wir besonders beobachtet, ob das 
fliessende Band (Konveyor) die physische Leistungsfähigkeit des 
Arbeiters bis zum Maximum zwingt. Hier sind die Tatbestände 
recht unterschiedlich. Der Zwang zur Ausgabe einer bestimmten 
physischen Leistung ist nicht nur je nach der Branche und je nach 
der Fabrik, in denen das Band angewandt wird, stark unter- 
schiedlich. Auch am gleichen Bande ist die physische Intensität, die 
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Amerikareise Deutscher Gewerkschaftsführer. Verl.-Ges. des Allg. Dt. Gewerkschaftsbundes, 1926.
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