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Die Kommunalbesteuerung in Italien

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Bibliographic data

fullscreen: Die Kommunalbesteuerung in Italien

Monograph

Identifikator:
1768152721
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-148079
Document type:
Monograph
Title:
10 Jahre Wiederaufbau
Place of publication:
Wien
Publisher:
Wirtschaftszeitungs-Verlags-Ges. M.B.H.
Year of publication:
1928
Scope:
664 S.
Ill.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Wiederaufbauarbeit im Lande Niederösterreich
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)
  • Title page
  • Contents
  • Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes und der Einkommensverteilung
  • Viertes Buch. Die Entwickelung des volkswirtschaftlichen lebens im ganzen
  • Index

Full text

538 Viertes Buch. Die Entwickelung des volkswirtschaftlichen Lebens im ganzen. —[1996 
lands die radikalsten Arbeiter für sich gewann, ist hier noch ein Wort beizufügen. Alle 
Menschen (so lehren sie) sind von Naltur gleich; nur die socialen Einrichtungen haben 
die Ungleichheit geschaffen (Voltaire, Roufsseau). Wie alle Geschichte nichts war als 
eine Geschichte von Klassenkümpfen, so hat der sogenannte Mehrwert die neuere Kapital— 
anhäufung und diese die Großindustrie geschaffen; damit blieb als einziger socialer Gegen— 
satz in der neueren Zeit der der Bourgeoisie und des Proletariats übrig. Die Herrschaft der 
ersteren beruht darauf, daß sie sich aller Produktionsmittel bemächtigt hat. Bis ins 
18. Jahrhundert herrschte der Feudaladel, von da erhob sich die Bourgeoisie; ihr Sieg, 
hre Klassenherrschaft datiert von der Revolution von 1789; die nächste große in den 
1840 er Jahren hauptsächlich für Deutschland erwartete Revolution, welche zugleich als 
Steigerung der bisherigen Krisen, als großer Zusammenbruch der ganzen heutigen Gefsell— 
schaftsordnung erscheint, bringt den Sieg, die Herrschaft, die Diktatur des Proletariats; 
diese wird keine Klassenherrschaft mehr sein, da die Interessen der Arbeiter die der 
Gesamtheit find. So lange die ausbeutenden Kapitaleigentümer herrschen, nimmt die 
Zahl der Besitzlosen immer mehr zu, die Masse verelendet immer mehr, das Kapital 
häuft sich in immer weniger Händen an. Nur der Übergang aller Produktionsmittel in 
die gesellschaftlich geeinten Hände des Volkes bringt die sociale Rettung. Bis dahin 
erzeugt die Steigerung des Klassengegensatzes immer größere härtere Klassenkämpfe. Um 
sie zu führen, muß das Proletariat zum Bewußtsein seiner Interessen kommen, muß 
es alle nationale Besonderheit, alle anderen Gefühle abstreifen, zum internationalen 
Weltbunde kommen. Die Proletarier müssen eine und zwar die stärkste politische Macht 
werden, die kein anderes Klafseninteresse neben sich duldet. An die Stelle der kapita— 
listischen Großbetriebsorganisation tritt durch den Sieg des Proletariats die demokratisch— 
ko NIektivistische, technisch vollendete Großproduktion, die in den Händen des demokratischen 
Volkes, der Arbeiterschaft liegt. Es ist ein historischer, unaufhaltsamer Prozeß, der 
aicht durch Ideale, durch einzelne geniale Personen, durch sittliche Fortschritte, sondern 
allein durch den immanenten Fortschritt der bkonomischen Entwickelung sein Ziel erreicht. 
Diese Lehren und die auf ihrer Grundlage entstandenen socialdemokratischen 
Programme enthalten eine eigene Mischung berauschender Phrasen und Übertreibungen 
neben ernsten Wahrheiten und berechtigten Forderungen. Mit den ersteren wurden die 
Massen, hauptsächlich die roheren, ungebildeten Elemente hypnotisiert, in Gärung und 
Bewegung gebracht, mit den letzteren die höheren Elemente des Arbeiterstandes und die 
Edeln unter den Gebildeten für die sociale Reform gewonnen. Wir müssen einige 
Worte über das Falsche und Wahre der Lehre sagen. 
Daß alle Menschen von Natur gleich seien, schmeichelte früher und schmeichelt 
heute noch der schwieligen Faust, dem kleinen Manne; aber kein anthropologisch Ge— 
bildeter glaubt es heute mehr. Der Versuch, alle patriotisch-nationalen Gefühle aus— 
zurotten, die Internationalität der Arbeitersache zu betonen, war ein echt weltbürgerlich— 
jüdischer und deutscher Gedanke und erschien zugleich als ein gutes Mittel, die herrschenden 
Gewalten herabzusetzen, ihren Sturz vorzubereiten; praktisch hat der heutige Weltverkehr 
überall stärkere internationale Beziehungen hergestellt: die Fürsten, die Aristokratie, 
der Geldmarkt, die Wissenschaft, die Arbeiter sind internationaler geworden als früher; 
aber fie hören damit nicht auf, nationale selbständige Interessen zu haben. Die englischen, 
amerikanischen, französtschen Arbeiter bleiben bei allem Kampf für ihre Interessen gute 
Patrioten, und die deutschen Socialdemokraten sind es auch viel mehr, als sie es zu 
zestehen wagen dürfen. Die Hoffnung auf eine große Revolution im Sinne von 
1789 -1793, aber mit ganz anderem Erfolg, auf eine Revolution, welche die Herrschaft 
des Proletariats, das Verschwinden aller socialen Klassen begründe, war ein Erbstück 
des bürgerlichen Radikalismus, sie ist bis heute der Kitzel, um die untersten Schichten 
des Arbeiterstandes mit chiliastischen Hoffnungen zu erfüllen; Marx selbst war im 
Anfang wütender Revolutionär im blutigen Sinne, im Sinne einer Gewaltdiktatur 
la Robespierre, später wurde er ruhiger, wissenschaftlicher Evolutionist; die heutigen 
denkenden Führer wissen recht gut, daß jede eigentliche Revolution mit ihren Schrecken, 
hren Kreditstockungen den Arbeiter am meisten schädigt; aber sie brauchen den Popanz
	        

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Das Flammenzeichen Vom Palais Egmont. Neuer Deutscher Verlag, 1927.
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